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EU nimmt DVD-Preise unter die Lupe

11.06.2001 | 11:22 Uhr |

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat von den Hollywood-Studios eine Erklärung der Regional-Code-Praxis gefordert. Da DVD-Filme in den USA oft günstiger seien als hierzulande, die Kunden aufgrund der Regional-Codes aber keinerlei Nutzen von den Preisvorteilen haben, könnten die Firmen wettbewerbswidrig handeln.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat von den Hollywood-Studios eine Erklärung der Regional-Code-Praxis gefordert. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" .

Laut Monti haben EU-Bürger keinerlei Vorteile von den oft günstigeren DVD-Preisen in den USA, da sich diese Filme nicht auf europäischen DVD-Playern abspielen lassen. Grund ist der Regional-Code der Player, der sich - außer bei Code-free-Geräten - lediglich mit illegalen Mitteln umgehen lässt.

Die EU-Kommission prüft nun, ob die Konzerne auf Grund dieser Code-Technik wettbewerbswidrig handeln. Das Gegenargumente der Filmstudios sind eine bessere Abrechnungsmöglichkeit für Künstlertantiemen sowie ein besserer Schutz vor Produktpiraterie.

Auch die Preise für DVD-Filme werden unter die Lupe genommen. Da das Herstellen einer DVD relativ günstig ist und auch bereits vorhandene Filmware somit billig auf das neue Format übertragen werden können, bezweifelt Monti dass die Preise - gerade für alte Filme - derart hoch seien müssen, so die "Financial Times Deutschland".

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