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EU ermittelt gegen Windows 2000

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen Windows 2000 e

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen Windows 2000 eingeleitet. Das teilte Wettbewerbskommissar Mario Monti am Mittwoch in Brüssel mit. Die Untersuchung sei durch Beschwerden von Microsoft-Wettbewerben, Firmen und Verbrauchern ausgelöst worden.

In diesem Zusammenhang lägen der Kommission Aussagen von Experten vor, die das neue Produkt schon getestet hätten. Windows 2000 stellt demnach eine Bündelung von Software dar, die im Widerspruch zu Wettbewerbsbestimmungen der EU steht.

Microsoft hat das Betriebssystem mit Netzwerk- und Unternehmenssoftware aus eigenem Haus zusammengefasst. Dies könnte dazu führen, dass Windows 2000 nicht mehr mit Systemen der Konkurrenz kommunizieren kann.

Monti sieht das Hauptproblem darin, dass Microsoft mit dem neuen Betriebssystem in den Markt der zentralen Server, und damit in den Unternehmensbereich vordringen will. Wer Einfluss auf deren Ausstattung habe, kontrolliere auch den E-Commerce, so Monti.

Microsoft hat jetzt vier Wochen Zeit, um zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Von möglichen Konsequenzen wollte Monti noch nicht sprechen. Er sagte aber auf die Frage, ob bei einer Bestätigung der Informationen auch ein Verbot der Vermarktung von Windows 2000 möglich sei: "Wir sind ganz hart bei Wettbewerbsfragen." (PC-WELT, 10.02.2000, tro)

Europa: Neue Klage gegen Microsoft? (PC WELT Online, 21.12.1999)

Prozeß: Alle gegen Microsoft (PC-WELT Online 23.11.1999)

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