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EU droht Microsoft erneut mit Geldstrafe in Millionenhöhe

27.06.2006 | 14:57 Uhr |

Noch ist der Streit zwischen der EU und Microsoft nicht entschieden, die EU wartet noch immer darauf, dass Microsoft die ausstehenden Unterlagen vorlegt. Mittlerweile kursieren sogar Gerüchte über neue Strafzahlungen in Millionenhöhe, die die EU Microsoft aufbrummen könnte.

Die Europäische Kommission denkt angeblich darüber nach, Microsoft pro Tag zwei Millionen Euro Strafe zahlen zu lassen. Insgesamt ist von 460 Millionen Euro die Rede, die das Redmonder Unternehmen ausgehend vom 15. Dezember 2005 nachträglich bezahlen müsste, weil die EU-Kommission an diesem Tag feststellte, dass Microsoft die Wettbewerbsauflagen aus dem Jahr 2004 nicht erfüllt habe. Das war aus Insider-Quellen zu erfahren.

Im Jahr 2004 war die EU-Kommission zu dem Urteil gekommen, dass Microsoft seine marktbeherrschende Position ausnutzen und Konkurrenten Zugang zur Dokumentation seiner Windowssysteme verweigern würde.

Möglicherweise wurden die Gerüchte über die drohende Strafzahlung bewusst gestreut, um Druck auf die Redmonder auszuüben. Denn noch immer steht eine endgültige Entscheidung im laufenden Verfahren gegen Microsoft aus. Bis zum 18. Juli muss das Unternehmen der EU-Kommission weitere Unterlagen und technische Dokumentationen vorlegen, um der Strafe entgehen zu können.

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