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EU: TK-Industrie mit 289 Milliarden Euro Umsatz

Im vergangenen Jahr erzielten die Unternehmen der TK-Branche einen Gesamtumsatz in Höhe von 289 Milliarden Euro. Ein starkes Wachstum konnte der Breitband-Markt verzeichnen, während Mobilfunk aufgrund der Sättigung in der EU nur schwächer zulegen konnte als im Jahr 2005.

Im Jahr 2006 erwirtschafteten die Anbieter von Telekom-Dienstleistungen in Europa einen Umsatz von 289 Milliarden Euro, mit Hinblick auf die Gesamteinnahmen im ITK-Sektor von 649 Milliarden Euro lag der Anteil damit bei 44,5 Prozent. Wie die EU-Kommission in ihrem 12. Bericht zu den europäischen TK-Märkten mitteilt, seien die Erlöse aus Festnetz-Sprachtelefonie um 4,5 bis 5,1 Prozent gesunken, die Entwicklung sei insbesondere auf die gestiegene Nutzung der mobilen Telekommunikation zurückzuführen.

Während die Erlöse im Mobilfunk um 4,5 Prozent - und damit langsamer als im Jahr 2005 - stiegen, erzielte das Breitband-Segment einen Zuwachs um 7,8 bis 8,5 Prozent, insgesamt nahm die Zahl der Highspeed-Anschlüsse im europäischen Wirtschaftsraum in 2006 um knapp 39 Prozent oder 20 Millionen Haushalte im Vergleich zum Vorjahr zu.

Nachdem Mobilfunk seit Mitte der 90er Jahre ein enormes Wachstum verzeichnen konnte, sind in vielen Industrienationen Übersättigungen des Marktes zu erkennen. Im europäischen Durchschnitt kommen auf 100 Einwohner mittlerweile 103 Endgeräte, im Jahr 2005 lag der Wert noch bei 95 Prozent. Somit telefonierten in der EU zum Jahreswechsel rund 478,4 Millionen Menschen mobil, der Umsatz lag bei 133 Milliarden Euro. Weniger erfreulich für die Netzbetreiber ist bislang die Dichte von UMTS-Nutzern, deren Anteil wird auf zehn bis 15 Prozent geschätzt.

Im Festnetz verzeichnete die Kommission einen deutlichen Rückgang für Verbindungsentgelte: Während ein dreiminütiges Inlands-Gespräch im EU-Durchschnitt im Jahr 2000 noch mit 46,8 Cent zu Buche schlug, zahlte man in 2006 nur 28,3 Cent. Ortsgespräche verteuerten sich hingegen um 1,2 Cent auf 14,6 Cent. Das Gesamtvolumen betrug damit im letzten Jahr rund 83 Milliarden Euro.

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