125618

EU-Richter dämpft Microsofts Hoffnungen auf Aussetzen der Sanktionen

02.04.2004 | 14:36 Uhr |

Der für den Fall Microsoft zuständige Richter am Europäischen Gerichtshof erster Instanz Bo Vesterdorf räumt einem Antrag des Softwarekonzerns auf Aufschub der EU-Sanktionen nur wenig Chancen ein.

Der für den Fall Microsoft zuständige Richter am Europäischen Gerichtshof erster Instanz Bo Vesterdorf räumt einem Antrag des Softwarekonzerns auf Aufschub der EU-Sanktionen nur wenig Chancen ein, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche . So hätten Firmen in der Vergangenheit nur in einem von zehn Fällen mit ihrem Antrag auf Aussetzen der von der EU-Kommission verhängten Auflagen Erfolg gehabt.

Die Behörde unter Leitung von EU-Kommissar Mario Monti hatte Microsoft mit einem Bußgeld in Höhe von 497,2 Millionen Euro und verschiedenen Auflagen zur Öffnung seiner Softwareprodukte belegt. So muss der Konzern innerhalb der nächsten 120 Tage Schnittstelleninformationen offen legen und binnen 90 Tagen eine Windows-Variante ohne integrierten Media Player im Markt anbieten. Die Microsoft-Verantwortlichen hatten bereits wenige Tage nach dem Spruch der EU-Kommission bekräftigt, rechtliche Schritte einzuleiten.

Mit einer Entscheidung in Sachen Sanktionsaufschub ist in etwa drei bis fünf Monaten zu rechnen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
125618