EU-Parlament wirft Kommission Untätigkeit in Roaming-Frage vor
"Uns reichen die Aussagen von Kommissarin Reding nicht", erklärten die Europaabgeordneten Werner Langen und Daniel Caspary in einer gemeinsamen Stellungnahme. Beide verlangen eine Regelung ähnlich der einheitlichen Bankgebühren im europäischen Zahlungsverkehr, womit die EU-Kommission ? nach deren Ansicht die Preispolitik allein in der Hand der nationalen Regulierungsbehörden liegt ? einen Verordnungsentwurf vorlegen solle, "in dem die Senkung und die Transparenz der Roaming-Gebühren festgeschrieben wird".
Mit Gesprächspreisen von durchschnittlichen 69 Cent pro Minute seien die Roaming-Preise bei Handys im Vergleich zu Festnetztarifen, bei denen inzwischen Verbindungen in die USA für 0,8 Cent pro Minute und nach Australien für 1,4 Cent pro Minute möglich sind, "weit überhöht". Die von der Kommission vorgebrachten Argumente, die Industrie werde das Problem selbst lösen, seien "nicht stichhaltig". Bisher habe sich "trotz öffentlicher Diskussionen überhaupt nichts getan", beklagten die Abgeordneten. Man darf nun also auf eine entsprechende Reaktion der EU-Kommission gespannt sein.





