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EU-Parlament fordert Open Source-Software gegen Industrie-Spionage

06.09.2001 | 16:26 Uhr |

Das europäische Parlament hat am 5. September den Bericht angenommen, in dem die Existenz des weltweiten Überwachungssystems "Echelon" offiziell bestätigt wird. Zum Schutz gegen Industrie-Spionage fordert das EU-Parlament die Entwicklung Open Source-basierter Verschlüsselungs-Programme.

Das europäische Parlament hat am 5. September den Bericht angenommen, in dem die Existenz des weltweiten Überwachungssystems "Echelon" offiziell bestätigt wird. Zum Schutz gegen Industrie-Spionage fordert das EU-Parlament nun die EntwicklungOpen Sourcebasierter Verschlüsselungs-Programme.

367 Abgeordnete stimmten für die Annahme des Berichts, 159 stimmten dagegen, 34 enthielten sich der Stimme bei der Abstimmung im elsäßischen Straßburg.

Ole Schmidt, ein schwedischer Abgeordneter meinte zu dem Ergebnis der Abstimmung: "Das ist ein großer Schritt vorwärts." Damit handelt es sich bei der Echelon-Angelegenheit nicht mehr um ein Gerücht, sondern um eine offiziell bestätigte Tatsache.

Abhörstation des Echelon-Systems (Foto: BBC)

Kernpunkt des Berichtes ist die Aussage, dass die USA das weltumspannende Aufklärungsnetz zur Industrie-Spionage einsetzen. Dafür konnte der Bericht aber keine zwingenden Beweise vorlegen. Allerdings werden einige Fälle genannt, in denen Geheimdienst-Mitglieder beim Abschluss von Wirtschaftsverträgen interveniert haben sollen.

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