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EU-Mitteilung zur Weiterentwicklung von RFID

18.03.2007 | 14:23 Uhr |

Die deutschen Wirtschaftsorganisationen BITKOM, AIM-Deutschland, GS1 Germany und Informationsforum RFID begrüßen die Mitteilung der EU-Kommission zur Weiterentwicklung der RFID-Technologie.

Die Wirtschaftsorganisationen appellieren jedoch auch an die EU, die führende Rolle im Bereich RFID-Forschung und –Entwicklung weiter zu stärken. RFID könne sich in Europa nur durchsetzen, wenn die Verbraucher diese neue Technologie auch akzeptieren. Eine wichtige Voraussetzung sei auch die Nutzung frei werdender UHF-Frequenzen sowie die Harmonisierung bestehender Frequenzen.

RFID ist ein wichtiges Schwerpunktthema der CeBIT. Im „Auto ID/RFID Solutions Park“ und dem „CeBIT Forum Auto ID/RFID“ findet sich in Halle 6 ein eigener Bereich für diese Technologie. EU-Kommissarin Viviane Reding hatte auf der Messe die große Bedeutung von RFID für Europa betont und Schritte zur Weiterentwicklung der Technologie bekannt gegeben. Demnach soll unter anderem eine RFID Stakeholder Group eingerichtet werden, um den Dialog auf breiter Ebene konstruktiv fortzusetzen.

Bis Ende 2007 will die EU außerdem eine Empfehlung zu den rechtlichen Bestimmungen für den RFID-Einsatz veröffentlichen. Weiterhin soll die Forschung in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz von RFID-Systemen gefördert werden, um die Bedenken der Verbraucherschützer auszuräumen.

Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des BITKOM und Mitglied des Vorstands des Mittelstandsausschusses im BDI dazu: „Die EU-Kommission hat erkannt, wie wichtig RFID für Unternehmen und Verbraucher ist. Bei der zukünftigen Diskussion muss jedoch darauf geachtet werden, dass keine überschießenden und praxisfremden Anforderungen zur datenschutzrechtlichen Einbettung der RFID-Technologie entstehen. Die Datenschutz-Richtlinien der EU bieten den Betroffenen schon jetzt einen ausgewogenen und umfassenden Schutz. Neue gesetzliche Instrumentarien sind daher unnötig.“

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