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EU-Kritik: Microsoft muss reagieren sonst drohen Strafen

Microsoft hat mehrere Wochen Zeit, um auf die Kritik der EU-Kommission wegen der fehlerhaften Umsetzung von Auflagen im Servermarkt zu reagieren. Andernfalls drohen hohe Bußgelder.

Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat mehrere Wochen Zeit, um auf die EU-Kritik an der fehlerhaften Umsetzung von Auflagen im Servermarkt zu reagieren. Das teilte die Behörde am Freitag in Brüssel mit. Am Tag zuvor hatte ein EU-Wettbewerbssprecher gesagt: "Unsere Prüfung hat ergeben, dass Microsoft die Auflagen für die Interoperabilität nicht hinreichend erfüllt."

Die Umsetzung der Auflagen für den Media Player würden unterdessen weiter untersucht, ergänzte er. Microsoft signalisierte umgehend Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Wettbewerbshütern. Gemeinsam mit der Kommission werde Microsoft in den kommenden Tagen an dem Problem arbeiten, teilte das Unternehmen mit.

Kann der Konzern die Bedenken der Kommission nicht ausräumen, drohen den Amerikanern hohe Strafzahlungen. Die Tagessätze könnten bis zu fünf Prozent des täglichen weltweiten Umsatzes betragen. Die EU-Kommission hatte Microsoft bereits im Vorjahr mit einem Bußgeld von 497,2 Millionen Euro belegt, weil das Unternehmen sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen für Personalcomputer ausgenutzt und damit EU-Wettbewerbsrecht verletzt habe.

Microsoft: EU mit Umsetzung der Auflagen nicht zufrieden (PC-WELT Online, 18.03.2005)

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