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EU-Kommission untersucht Änderungen in Microsofts Geschäftsbedingungen

19.12.2012 | 05:31 Uhr |

Europäische Datenschützer nehmen Microsofts AGB-Änderungen bei mehreren Internet-Produkten wie Hotmail und Bing genauer unter die Lupe.

Am 19. Oktober 2012 sind Änderungen in den Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen von mehreren Microsoft-Internet-Produkten in Kraft getreten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg heute berichtet, werden diese Änderungen nun von den Datenschutzbeauftragten der EU genauer unter die Lupe genommen. Unter der Leitung von Frankreich und Luxemburg werden die neuen AGBs in den nächsten Monaten geprüft und auf mögliche Datenschutzverletzungen untersucht.

In einem Brief an Microsoft-Chef Steve Ballmer betont Jacob Kohnstamm, Leiter der EU-Datenschutz-Kommissare, dass entsprechende Änderungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Microsoft sehr viele Nutzer betreffen würden. In einer Routine-Überprüfung will die Behörde nun sehen, welche Auswirkungen die neuen AGBs auf die Endverbraucher haben könnten.

Microsoft droht erneut eine Strafe in Millionenhöhe

Im Rahmen des Verfahren soll sich herausstellen, ob die Änderungen neue Eingriffe in die Privatsphäre der Nutzer erlauben würden. Weiterhin soll geprüft werden, ob die neuen Microsoft-Bedingungen die Datenschutz-Richtlinien der Europäischen Union erfüllen. Laut Microsoft-Sprecher Robin Koch würden die neuen AGBs die bisherigen Microsoft-Richtlinien in keiner Weise beeinträchtigen. Das Unternehmen sei sich sicher, dass die Regulierungsbehörde keine anstößigen Punkte finden werde. Microsoft nehme die Privatsphäre seiner Nutzer auch weiterhin sehr ernst.

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