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EU-Kommission will Technologieinstitut gründen

Die EU-Kommission hat die Gründung eines Europäischen Technologieinstituts (ETI) vorgeschlagen. Das Institut soll sich nach den Vorstellung der Kommission vor allem mit Fragen der Energie, der Umwelt, der Informationstechnologie und der Nanotechnologie befassen.

Mit einem "Europäischen Technologieinstitut" (ETI) will die EU-Kommission eine gemeinsame Spitzenforschung von Hochschulen und Unternehmen fördern. Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete das Institut am Mittwoch vor Journalisten in Brüssel als Teil des Bemühens, "unsere klügsten Köpfe in Europa zu halten".

Das Technologieinstitut soll sich nach den Vorstellung der Kommission vor allem mit Fragen der Energie, der Umwelt, der Informationstechnologie und der Nanotechnologie befassen. Dies seien die wesentlichsten Bereiche, in denen Europa naturwissenschaftliche Forschung betreiben müsse. "Spitzenqualität braucht ein Markenzeichen", sagte Barroso. Das ETI solle "die besten Köpfe und Unternehmen in ganz Europa zusammenführen".

Die Entscheidung über die Gründung des Technologieinstitutes liegt bei den Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Staaten. In dem Vorschlagspapier der Kommission werden noch keine Angaben über die Kosten und deren Finanzierung gemacht. Barros sagte lediglich, die EU, die Mitgliedstaaten und Wirtschaftsunternehmen sollten gemeinsam die Finanzlast tragen.

Die Einbindung der Wirtschaft wird nach Ansicht von EU-Bildungskommissar Jan Figel dazu führen, dass die Arbeit im Technologieinstitut konkrete Ergebnisse hat. "Die Beteiligung von Unternehmen ist von entscheidender Bedeutung." Der EU-Kommission schwebt ein Verwaltungsrat vor, der mit einer "schlanken Verwaltung" arbeitet. Der Sitz dieses Verwaltungsrates ist noch unklar. Es müsse "keine neue Universität an einem festen Standort gegründet" werden. Vielmehr gehe es darum, in ganz Europa "Wissensgemeinschaften" zu schaffen, in denen Forscher in Bereichen von strategischer Bedeutung zusammen arbeiteten.

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