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EU-Kommission billigt Übernahme von O2 durch Telefonica

12.01.2006 | 09:18 Uhr |

Ende Oktober hatte der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica ein Übernahmeangebot für den englischen Mobilfunkbetreiber mmo2 in Höhe von 26 Milliarden Euro vorgelegt. O2 gab sich zwar zeitweise für weitere Angebote offen, gab aber gleichzeitig seinen Aktionären die Empfehlung aus, das Angebot anzunehmen. Gestern kam nun grünes Licht aus Brüssel: die EU-Kommission billigt die Fusion des spanischen Telekom-Konzerns und des britischen Mobilfunkanbieters. Damit dürften sich die ?Hoffnungen? der Deutschen Telekom zerschlagen haben, die Übernahme mit rechtlichen Mitteln noch verhindern zu können.



Allerdings müsse nach Aussagen des EU-Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy noch etwas an der Entscheidung gefeilt werden. Um nicht zu mächtig zu werden, muss der spanische Konzern die so genannte FreeMove-Telekom-Allianz mit France Télécom, Deutscher Telekom und Telecom Italia verlassen. Die Behörde befürchtete ansonsten Konkurrenzprobleme beim Roaming, also der Nutzung des Netzes eines anderen Anbieters bei Telefonaten im Ausland.

Für Telefonica bedeutet die Übernahme vor allem den Zugang zu den beiden wichtigsten Mobilfunkmärkten Europas: Deutschland und Großbritannien. Telefonica ist mit seinen 145 Millionen Kunden neben seinem Heimatmarkt vor allem in den südamerikanischen Ländern vertreten. Über die Hälfte des Umsatzes werden in Ländern wie Mexiko, Ecuador, Chile, Brasilien und Argentinien erwirtschaftet. So kann Telefonica Aktivitäten in Europa nur in Tschechien und als Internetprovider in Deutschland vorweisen. Mit der Akquisition von O2 würde der Konzern auf einen Schlag 24,6 Millionen Mobilfunkkunden in Großbritannien, Irland und Deutschland erwerben.


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