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Handygebühren 2008 weiter gesunken

Die Preise für Telekommunikation sind 2008 EU-weit gesunken. Kostete die Nutzung eines Handys 2007 noch durchschnittlich 21,48 Euro im Monat, waren es 2008 nur noch 19,49 Euro. Das ist das Ergebnis einer Studie der Europäischen Kommission. Die Zahl der Handyverträge ist seit 2007 um sieben Prozentpunkte auf 119 Prozent der EU-Bevölkerung gestiegen und liegt damit weit vor den USA (87 Prozent) und Japan (84 Prozent).

Deutschland gehört zu den Ländern mit den meisten Mobilfunkanschlüssen. Die Dichte ist mit 129 Prozent der Bevölkerung 10 Prozentpunkte höher als der europäische Durchschnitt. Der durchschnittliche Preis für Telefonate und SMS ist im letzten Jahr um fast die Hälfte gesunken. Zahlten die Verbraucher 2007 noch rund 30 Euro im Monat waren es 2008 nur noch gut 17 Euro. Mobiles Breitband nutzen 14 Prozent der Deutschen. Doch trotz der gefallenen Gebühren liegt Deutschland noch immer im Mittelfeld.

Die Preise für mobile Kommunikation haben noch viel Luft nach unten, wie ein Blick nach Österreich zeigt. Dort liegen die monatlichen Handykosten mit 7 Euro nochmals 10 Euro unter dem deutschen Durchschnitt. Das Land hat damit die drittniedrigsten Handytarife in Europa. Nur in Estland und Litauen ist der Gebrauch von Handys billiger.

Der Preisverfall im deutschen Markt wurde auch von den Mobilfunkkunden vorangetrieben. Im letzten Jahr haben über 500.000 Nutzer ihre Telefonnummer zu einem anderen Anbieter mitgenommen. Die Portierung dauerte in der Regel 3 Tage. Im EU-Durschnitt warteten die Kunden 8,5 Tage, bis der Wechsel vollzogen war. Allerdings muss man in Deutschland für die Portierung zwischen 21 und 30 Euro zahlen. In anderen europäischen Ländern ist die Mitnahme der Telefonnummer bereits kostenlos.

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