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EU-Kommissarin warnt vor Überregulierung bei VoIP

Die Entwicklung der Internet-Telefonie in Europa soll nach Auffassung der EU-Kommission mit einem liberalen Gesetzgebungsumfeld gefördert werden.

Die EU-Kommission will die Entwicklung der Internet-Telefonie in Europa mit einem liberalen Gesetzgebungsumfeld fördern. "Wir dürfen dieses rasch wachsende Geschäftsfeld nicht mit Regulierungen überziehen", warnte die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding in einem Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Nach Ansicht der Kommission geht die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation mit der Web-Telefonie zu restriktiv um.

Reding will die Verbreitung der Internet-Telefonie fördern, indem sie sie vorerst nicht in den für die Telekommunikation geltenden umfangreichen EU-Rechtsrahmen zwängt. "Wer diesen Markt jetzt reguliert, behindert seine Entfaltung", lautet das Credo der aus Luxemburg stammenden Kommissarin. Redings Ansatz folgt der Politik der amerikanischen Aufsichtsbehörde FCC. Der scheidende FCC-Chef Michael Powell hatte sich kürzlich ebenfalls gegen eine Regulierung der Internet-Telefonie ausgesprochen.

Verband Voipsa: Internet-Telefonie muss sicherer werden (PC-WELT Online, 08.02.2005)

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