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EU-Kartellrechtsklage: MS bald fein raus?

12.08.2003 | 10:17 Uhr |

Beobachter des laufenden EU-Kartellverfahrens gegen Microsoft rechnen damit, dass der Fall in erster Instanz vor dem Europäischem Gerichtshof (EuGH) landet. Für die Gates-Company bedeutet dies eine gute Chance, dass die Strafe gemildert oder sogar aufgehoben wird.

Beobachter des laufenden EU-Kartellverfahrens gegen Microsoft rechnen damit, dass der Fall in erster Instanz vor dem Europäischem Gerichtshof (EuGH) landet, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche . Für die Gates-Company bedeutet dies eine gute Chance, dass die Strafe gemildert oder sogar aufgehoben wird. So hat das Gericht in Luxemburg bereits mehrmals Fusionsverbote der EU-Kommission aufgehoben und hohe Strafen gesenkt.

Das Antitrust-Verfahren gegen Microsoft gewann in der vergangenen Woche wieder an Brisanz, als EU-Kommissar Mario Monti dem Unternehmen noch eine letzte Chance zur Stellungnahme vor der Urteilsfällung einräumte. Monti erklärte in diesem Zusammenhang, dass die dem Konzern vorgeworfenen Praktiken weiterhin andauerten, und stellte bereits mögliche Gegenmaßnahmen vor.

Microsoft hatte dagegen argumentiert, dass die von US-Wettbewerbshütern durchgesetzten Maßnahmen auch europäischen Ansprüchen genügen müssten. Gleichzeitig erklärte die Softwareschmiede in einer offiziellen Stellungnahme, sie arbeite an einer gütlichen Einigung mit der Brüsseler Behörde.

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