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Brüssel plant 10 Cent für Auslands-SMS

Noch in diesem Jahr sollen die Preise für Roaming-SMS deutlich sinken. Die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding gab den Netzbetreibern bis 30. Juni Zeit, die Preise zu reduzieren. Bis Mitte Juli soll die Entwicklung nun ausgewertet werden, anschließend teilt die Kommission ihr weiteres Vorgehen mit. Reding hält 10 bis 12 Cent je Auslands-SMS für gerechtfertigt.

Geht es nach dem Willen der EU-Kommissarin Viviane Reding, fallen die Preise für mobile Datenübertragung und SMS-Versand im Ausland noch in diesem Jahr. Im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung gab sie einen Überblick über die aktuelle Situation und erklärte, was die Verbraucher demnächst erwartet.

Vor allem die Preise für Auslands-SMS innerhalb der Europäischen Union sind nach Ansicht der Kommissarin noch zu hoch. Derzeit betragen die durchschnittlichen Kosten je SMS 28 Cent, damit sei man "weit entfernt von den zehn bis zwölf Cent", die dafür eigentlich verlangt werden dürften. Zwar sei der Preis seit Januar um einen Cent gesunken, davon lasse sie sich aber nicht beeindrucken. Bis 30. Juni haben die Betreiber und Provider noch Zeit, auf die Forderungen zu reagieren.

Reding kündigte an, die Ergebnisse bis Mitte Juli zu prüfen und dann eine Entscheidung zu treffen, wie die Europäische Kommission handelt. Seien die Preissenkungen nicht ausreichend, dann müsse "der europäische Gesetzgeber eingreifen". Die Kommissarin erwartet für dieses Vorhaben die Unterstützung anderer EU-Gremien, denn neben mehreren Ministern seien auch "viele Europaabgeordnete" daran interessiert, das Problem zu lösen.

Auch bei der Preisentwicklung für mobiles Daten-Roaming sieht Reding erheblichen Nachholbedarf. Die Kosten von durchschnittlich 5,24 Euro je Megabyte seien in "keiner Weise verhältnismäßig". Teilweise kostet ein Megabyte bis zu 11 Euro. Stattdessen verlangt sie Großkundenpreise von 35 Cent je Megabyte, von denen auch die Kunden profitieren.

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