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EU-Ausschuss will keine Cookie-Warnung

22.04.2002 | 10:09 Uhr |

Cookies dürfen in Europa ungefragt auf die Festplatten von Internet-Nutzern kopiert werden, wenn das Europäische Parlament einer Empfehlung des "Ausschusses für die Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz und innere Angelegenheiten" folgt. Der Ausschuss ist zu dem Schluss gekommen, dass Websites keine Warnmeldungen an die PCs der Anwender übermitteln müssen, bevor sie die kleinen Dateien auf die Festplatte kopieren.

Cookies dürfen in Europa ungefragt auf die Festplatten von Internet-Nutzern kopiert werden, wenn das Europäische Parlament einer Empfehlung des "Ausschusses für die Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz und innere Angelegenheiten" folgt.

Der Ausschuss ist zu dem Schluss gekommen, dass Websites keine Warnmeldungen an die PCs der Anwender übermitteln müssen, bevor sie die kleinen Dateien auf die Festplatte kopieren. Damit stellt er sich gegen die Meinung des Europäischen Rats, der solche Warnhinweise befürwortet, wie aus einem Bericht unserer Schwesterpublikation Computerwoche hervorgeht.

Gegen Beschränkungen von Cookies sprechen sich bislang vor allem Online-Vermarkter aus. Sie argumentieren, dass sich zum Beispiel virtuelle Einkaufskörbe nur mit dieser Technologie verwirklichen lassen.

Verbraucherschützer kritisieren, dass durch die Dateien das Konsumverhalten bis zum letzten Mausklick ausspioniert werden könne. Nur die wenigsten Verbraucher wüssten, wie sich die Cookie-Funktionen in den Browsern deaktivieren lassen.

Viele Nutzer fürchten sich vor Internet-Spionage (PC-WELT Online, 16.04.2002)

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