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Die Security-Ansprüche steigen

16.01.2008 | 10:31 Uhr |

Die meisten Anwender stellen heute höhere IT-Sicherheitsanforderungen an ihre Provider als noch vor zwei Jahren.

Die Nachfrage nach IT-Sicherheitslösungen ist in Deutschland enorm . Auch beim Hosting von ERP-Anwendungen (Enterprise Resource Planning) stellen Unternehmen höhere Security-Anforderungen an ihre Dienstleister als noch vor zwei Jahren. Einer Erhebung der Karlsruher Orga GmbH unter 341 Mittelstands- und Großunternehmen haben 31 Prozent der Befragten wesentlich höhere IT-Sicherheitsbedürfnisse als noch vor einiger Zeit. Bei 43 Prozent sind die Ansprüche an diesen Bereich in den letzten zwei Jahren leicht gestiegen, und beim restlichen Drittel sind sie gleich geblieben.

Allerdings wollen die Anwender dafür nicht viel bezahlen. Etwa die Hälfte der Befragten ist der Auffassung, dass ein höheres Security-Niveau zu den selbstverständlichen Leistungen eines Hosting-Anbieters gehört. Ein Drittel würde daher dafür nur geringfügig tiefer in die Tasche greifen. Nur jeder vierte Befragte wäre bereit, für mehr IT-Sicherheit entsprechend höhere Kosten akzeptieren (siehe Grafik).

Allerdings ist Sicherheit ein dehnbarer Begriff, warnt Hermann Tschierschke, Vertriebsleiter bei Orga. "Häufig finden sich die Leistungsunterschiede auf einem technisch maximal hohen Niveau und nebulösen Sicherheitsversprechungen erst bei einem fachlich sehr differenzierten Vergleich oder gar erst im Kleingedruckten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen." Der Kunde habe jedoch einen Anspruch darauf, dass er das "unkaputtbare" Rechenzentrum inklusive bekomme. Das Outsourcing-Ziel "maximale Kostenreduzierung" könne sich "als Bumerang erweisen, wenn nicht gleichzeitig eine ausreichende Vorsorge für technische Problemfälle getroffen wird."

Grundsätzlich sind die Nutzer von Application-Hosting-Diensten vergleichsweise zufrieden mit ihren Dienstleistern, wie eine andere Umfrage zeigt. (sp)

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