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EP verabschiedet Roaming-Verordnung

24.05.2007 | 13:30 Uhr |

Mobiltelefonieren im Ausland soll billiger werden. Nach der Verabschiedung einer Regelung durch das Europäische Parlament wird nun die Zustimmung des Minsterrats benötigt.

Das Europäische Parlament hat gestern das mit dem Ministerrat ausgehandelte Kompromisspaket zur Roaming-Verordnung verabschiedet. Demzufolge müssen Mobilfunkanbieter ihre Preise im Ausland nach einer Umsetzungsfrist von maximal 3 Monaten auf 49 Cent (netto) für ausgehende und 24 Cent (netto) für eingehende Anrufe senken. Nach einem weiteren Jahr sieht der Eurotarif eine Gebührensenkung auf 46 Cent, im dritten Jahr auf 43 Cent vor. Die Gebühren für angenommene Anrufe sollen zunächst auf 22, dann auf 19 Cent sinken. Großkunden sollen 30 Cent im ersten, 28 Cent im zweiten und 26 Cent im dritten Jahr bezahlen.

Alle Kunden sollen innerhalb eines Monats nach Inkrafttreten der Verordnung von ihren Anbietern ein Angebot über den Eurotarif oder andere Roaming-Tarife erhalten. Binnen 2 Monaten müssen sie sich entscheiden. Der beantragte Tarif ist dann spätestens nach einem Monat freizuschalten. Ohne Antrag wird automatisch ein Eurotarif gewährt. Allerdings können Roamingkunden ihre bisherigen Tarife auch beibehalten. Ferner stehen die Mobilfunkunternehmen in der Pflicht, ihre Kunden bei der Einreise in einen anderen Mitgliedsstaat kostenlos per SMS über die Roaming-Entgelte zu informieren. Die Verordnung ist auf drei Jahre begrenzt und soll noch vor dem Sommer in Kraft treten.

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