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EMusic gegen Napster

Der Online-Musikanbieter EMusic.com hat angekündigt, durch den Einsatz einer neuen Technologie dem Tausch von Raubkopien über den File-Sharing-Service Napster entgegenwirken zu wollen. Der Web-Musikdienst plant dafür, seine Musikfiles mit "akustischen Fingerabdrücken" zu kennzeichnen.

Der Online-Musikanbieter EMusic.com hat angekündigt, durch den Einsatz einer neuen Technologie dem Tausch von Raubkopien über den File-Sharing-Service Napster entgegenwirken zu wollen. Der Web-Musikdienst plant dafür, seine Musikfiles mit "akustischen Fingerabdrücken" zu kennzeichnen.

Werden diese Files wiederum illegalerweise über den File-Sharing-Service Napster getauscht, sollen die User direkt über eine Mitteilung auf dem Monitor auf die Copyright-Verletzung hingewiesen werden. Einem Bericht der Associated Press zufolge wird den Musikpiraten dabei eine Frist von 24 Stunden zur Beendigung des illegalen Musiktauschs eingeräumt.

"Wir haben in den letzten Monaten unaufhörlich versucht, das Problem im Guten mit Napster zu regeln", erklärte EMusic-Präsident und -CEO Gene Hoffman. "Napsters unflexible Antwort darauf war allerdings, dass im Falle von Copyrightverletzungen einfach die Sperrung der jeweiligen User zu verlangen sei."

EMusic hat mit über 600 unabhängigen Plattenlabels und Künstlern Lizenzvereinbarungen zum Vertrieb von Online-Musik getroffen. Die nach wie vor in Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen verwickelte Web-Tauschbörse Napster zählt rund 38 Millionen User.

Letzten Monat hat Napster eine Zusammenarbeit mit Bertelsmann vereinbart: Gemeinsam wollen die Unternehmen den File-Sharing-Service in ein kostenpflichtiges Online-Angebot umwandeln. [jas]]

PC-WELT Report: Napster

Internet nicht mehr kostenlos? (PC-WELT Online, 10.11.2000)

Napster: Standard- und Premium-Varianten? (PC-WELT Online, 06.11.2000)

Napster-Gebühren: PC-WELT Leser dagegen (PC-WELT Online, 06.11.2000)

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