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EA sperrt Origin in einem ganzen Land - aus Versehen

31.10.2016 | 12:09 Uhr |

EA-Origin-Nutzer in einem ganzen Land verloren plötzlich aufgrund einer Sperrung alle ihre Spielebibliotheken. Der Grund...

Auf Reddit sorgte am Wochenende die Meldung eines Nutzers aus Birma (Myanmar) für Aufruhr. Der Nutzer berichtete, er habe den Zugriff aus seine gesamte Spielebibliothek bei EA Origin verloren, nachdem der Publisher Electronic Arts (EA) kurze Zeit vorher die Nutzung von Origin für das gesamte Land gesperrt hatte. Er besitze über 20 Spiele auf Origin, die er allesamt nicht mehr starten könne. Stattdessen erscheint der Hinweis, dass Origin nicht mehr in Myanmar verfügbar sei. Er vermutete, dass dies mit US-Sanktionen gegen das Land zusammenhänge.

Als die Meldung über die Origin-Sperre ihre Runde im Web machte, reagierte Electronic Arts und äußerte sich gegenüber der US-Spieleseite Polygon. Man arbeite daran, dass die Spieler in Birma wieder so schnell wie möglich den vollen Zugriff auf Origin erhalten. "Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die dies erzeugt haben könnte", sagte ein Sprecher von EA.

Tatsächlich findet sich im Support-Forum von Origin ein Hinweis von Mitte September, dass der Zugriff auf Origin aufgrund des US-Embargos in Kuba, Iran, Myanmar, Nordkorea, Sudan, Syrien und der Krim-Reaktion der Ukraine gesperrt wurde. Das Problem dabei: US-Präsident Barack Obama hatte im Fall von Myanmar Anfang Oktober alle US-Sanktionen aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt war Origin auch in dem Land noch verfügbar. Der Zugriff wurde seitens EA erst zu einem späteren Zeitpunkt gesperrt. Offenbar hatte der Publisher nicht mitgekriegt, dass für Myanmar kein US-Boykott mehr gilt.

Der betreffende Eintrag im Support-Forum von Origin wurde am Sonntag ebenfalls um den Hinweis ergänzt, dass Myanmar wieder den vollen Zugriff auf Origin erhalten werde.

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