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E-SIM - Apple und Samsung wollen neue SIM-Karten

17.07.2015 | 11:50 Uhr |

Apple und Samsung wollen die e-SIM einführen. Sie lässt sich umprogrammieren und könnte den Providerwechsel deutlich einfacher machen. Langfristig könnte das das Ende der klassischen SIM-Karte einläuten.

Wie die IT-Nachrichten-Webseite Techspot unter Berufung auf die Financial Times berichtet, arbeiten Apple und Samsung mit der GSMA – der Vereinigung der Telekommunikations-Unternehmen, die sich um den GSM-Standard kümmert – an der Einführung der e-SIM.

Die e-SIM („Embedded SIM“) ist eine elektronische Version der SIM-Karte, wie wir sie kennen. Deren großer Vorteil: Die Kunden können jederzeit schnell zwischen den Mobilfunk-Providern wechseln. Die e-SIM ist in den Mobilfunkgeräten integriert und lässt sich per Funk umprogrammieren.

Womit schon mal klar sein dürfte, wer von der e-SIM zunächst einmal nicht begeistert sein dürfte: Die Mobilfunk-Provider nämlich.
Die e-SIM erinnert sehr an die seit letzten Herbst in den USA und Großbritannien und seit kurzer Zeit auch in Deutschland erhältliche Apple-SIM.

Genau aus diesem Grund dürfte die e-SIM den Providern die Möglichkeit geben, gewisse Einschränkungen in der e-SIM festzulegen. Das müsste aber noch in den Spezifikationen der e-SIM festgelegt werden. Aber flexibler als die bisherige SIM-Karte dürfte die e-SIM in jedem Fall werden.
 
Im Unterschied zu Apple-SIM soll die e-SIM sich aber nicht entfernen beziehungsweise deinstallieren lassen. Die GSMA soll laut der Financial Times zuversichtlich sein, dass eine "gemeinsame Architektur" für die e-SIM von der Telekommunikations-Industrie beschlossen werden könnte. Die derzeit zur Diskussion stehende e-SIM habe dem Bericht zufolge die Unterstützung großer Mobilfunk-Unternehmen wie AT&T, Deutsche Telekom (T-Mobile), Vodafone, Orange und Telefónica haben.

Allerdings bedeute das nicht, dass alle diese genannten Unternehmen die e-SIM zum Start auch unterstützen werden. Mit der Finalisierung des Standards rechne die GSMA im Jahr 2016. Danach könne die e-SIM starten – und frischen Wind in den Mobilfunk-Markt bringen. Eine Zeitlang dürften e-SIM und klassische SIM-Karten also nebeneinander existieren.

Deutsche Telekom bestätigt e-SIM für 2016

Wie unsere Schwester-Zeitschrift Macwelt berichtet, hat die Deutsche Telekom den Start der e-SIM für 2016 bestätigt. 2017 könnte sich die e-SIM dann auf dem Massenmarkt durchsetzen. Laut Telekom dürfte die eingebaute eSIM nicht nur in Smartphones und Tablets verwendet werden, sondern auch in Internet-fähigen Autos, digitalen Kameras und Smartwatches. Bisher verbauen die Automobil-Hersteller feste SIM-Karten (wie BMW und Mini ) beziehungsweise SIM-Karten-Slots (wie VW und Audi ), in die man eine klassische SIM-Karte einlegen kann.

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