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E-Plus kehrt DVB-H-Konsortium den Rücken

09.11.2006 | 15:18 Uhr |

Wegen fehlenden Rahmenbedingungen hat E-Plus beschlossen, am DVB-H-Konsortium für Handy-Fernsehen nicht teilzunehmen.

Der Mobilfunkanbieter E-Plus gab bekannt, sich nicht an dem geplanten Handy-TV-Konsortium der Netzbetreiber zu beteiligen. Als Grund führte das Unternehmen die politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Erwartungen an ein solches Investment sowie die bisherigen Verhandlungen an. Demnach hätten sich die Netzbetreiber bislang über wesentliche Eckpunkte des geplanten Konsortiums nicht einigen können. Hinzu kommt, dass laut E-Plus die lizenz- und regulierungsrechtlichen Bedingungen für den bundesweiten Betrieb von Handy-TV via DVB-H noch nicht gegeben sind und eine kurzfristige Vermarktung daher nicht stattfinden kann.

E-Plus-CEO Michael Krammer möchte den Ausstieg jedoch nicht als Entscheidung gegen das Produkt Handy-TV verstanden wissen. Aber angesichts einer geringen Kundennachfrage gepaart mit unklaren Rahmenbedingungen, halte man Quersubventionierungen von unsicheren Zukunftstechnologien für wenig sinnvoll. Weiter stößt bei Krammer auf Unverständnis, warum allein die Netzbetreiber zusätzlich zur Mobilfunk- auch noch eine eigene TV-Infrastruktur errichten und betreiben sollen. Handy-TV habe durchaus Zukunft, doch wenn daran zu viele Beteiligte in der Wertschöpfungskette mitverdienen wollen, wird der Dienst entweder für die Kunden zu teuer oder für die Betreiber unwirtschaftlich.

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