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EDGE ist als Übertragungsstandard völlig ausreichend

Der Netzbetreiber E-Plus bezweifelt, dass sich mit schnellen Datennetzen im Mobilfunk ausreichend Geld verdienen lässt. EDGE dürfte den meisten Kunden als Übertragungsstandard ausreichen. Nachdem der Discountmarkt ausgereizt ist, werden jetzt Autofahrer als Kunden angepeilt.

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will sein Geld weiter als Billigheimer verdienen. Während T-Mobile , Vodafone und O2 sich bemühen, ihren Kunden die Nutzung von Datenanwendungen über UMTS und HSDPA schmackhaft zu machen, kann das bisher nicht den Umsatzrückgang bei Mobilfunkgesprächen ausgleichen. E-Plus geht stattdessen einen anderen Weg. Sie wollen sich in diesem Jahr voll auf die Vermarktung kleinerer Datendienste konzentrieren. "EDGE ist als Übertragungsstandard für kleine mobile Datenapplikationen völlig ausreichend", sagt der Marketing-Chef der E-Plus Gruppe, Andreas Gregori.

Auf der Euroforum-Jahrestagung Telecom Trends in Düsseldorf äußerte Gregori sich skeptisch, ob die Mobilfunkanbieter den steigenden Datenbedarf ihrer Kunden auch in bare Münze umsetzen können. Das sei nur über eine intensive Segmentierung zu erreichen. In der Produktgruppe "Data Light" bietet E-Plus seinen Kunden neuerdings die Möglichkeit, für eine Pauschale von 1 Euro pro Monat drei ausgewählte Webseiten jederzeit zu besuchen. Das verstehen sie als kleine mobile Datenapplikationen. "Wir werden das Thema EDGE dieses Jahr massiv ausbauen und den Markt mit passenden Angeboten im Breitenmarkt weiter umkrempeln", verspricht Gregori. Der Discountmarkt sei ausgereizt, deswegen sind jetzt die Autofahrer dran.

Seit November bietet E-Plus als Exklusiv-Partner des ADAC besondere Mobilfunkangebote für die Mitglieder des Automobilclubs an. "Der ADAC kennt den Mobilfunk-Bedarf seiner Mitglieder viel besser als wir", erklärt Gregori den strategischen Hintergedanken der Vertriebspartnerschaft. E-Plus werde das positive Image des ADAC - bestehend aus Vertrauen, Verlässlichkeit und Schutz rund um das Thema Mobilität - mit geeigneten Mobilfunk-Angeboten unterstützen. "Wir konzentrieren uns immer auf hochrelevante Basisdienstleistungen für den Massenmarkt", sagt Gregori. HSDPA gehört nicht dazu.

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