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E-Plus Chef Uwe Bergheim verlässt das Unternehmen

04.04.2006 | 16:47 Uhr |

In Zeiten der Globalisierung und immer schneller werdender Wirtschaftsprozesse, ist die ?Haltbarkeitszeit? von Top-Managern auf wenige Jahre gesunken. Vergleichbar mit Politikern, werden Manager ebenfalls nahezu im Vier- bzw. Fünfjahresrhythmus ausgewechselt oder nehmen von sich aus den Hut. Letzteres trifft nun auch auf den bisherigen Geschäftsführer von Deutschlands drittgrößten Mobilfunkbetreiber E-Plus Uwe Bergheim zu, der zum Jahreswechsel nach fünfjähriger Amtszeit von seinem Posten zurücktreten und das Unternehmen verlassen will.



Branchenkenner überrascht diese Entscheidung allerdings nicht, da der 49-jährige Uwe Bergheim bereits seit längerem eine schwierige Position bei E-Plus inne hatte. Nachdem der erhoffte Erfolg von i-Mode ausblieb, die Neukunden durch gesenkte Handysubventionen teilweise ausblieben und der Konkurrent O2 gefährlich nah an die ohnehin schon enttäuschenden Marktanteilszahlen von E-Plus herankam, hatte ihm die niederländische Muttergesellschaft KPN den Chef der belgischen Mobilfunktochter Base, Stan Miller, als Gesamtverantwortlichen für Deutschland vorgesetzt.

Tatsächlich brachte er das Geschäft wieder in Bewegung, was Uwe Bergheim bis dahin noch nicht in diesem Umfang gelungen war. Im Juni startete der Discount-Ableger Simyo, im September folgte der zuvor in Belgien erprobte Pauschaltarif Base.

Dennoch bestritt eine Unternehmenssprecherin am Wochenende jeglichen Dissens, genaue Gründe für Bergheims Rücktritt nannte sie nicht ? möglicherweise geht er aber einher mit kurz zuvorstehenden Umstrukturierungsmaßnahmen. Ebenso offen ist die Frage, zu welchem Unternehmen er ab nächstem Jahr wechseln könnte und wer sein Nachfolger bei E-Plus wird.

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