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Google drittgrößter Spam-Helfer

07.01.2009 | 16:01 Uhr |

Die kostenlose Dienste von Google bieten auch für Spammer attraktive Möglichkeiten, die sie intensiv nutzen. Dadurch ist Google in der Rangliste von Spamhaus auf Platz drei der Spammer-freundlichen Dienstanbieter vor gerückt.

Nachdem Microsoft inzwischen einige Erfolge bei der Bekämpfung des Missbrauchs seiner Dienste durch Spammer verzeichnet, ist Google ins Zentrum der Kritik von Anti-Spam-Aktivisten geraten. So führt Spamhaus Google derzeit auf dem dritten Platz seiner Liste der Dienstanbieter, aus deren Netzen die meisten Spam-Mails kommen. Spammer nutzen die kostenlosen Dienste Google Mail und Google Docs für die Verbreitung ihrer unerwünschten Werbebotschaften.

Noch im November hatte Microsoft den fünften Rang dieser Tabelle inne. Seitdem hat Microsofts zwar die Top 10 dieser Liste verlassen, es werden jedoch weiterhin massenhaft Spam-Mails verbreitet, die Links auf Seiten von spaces.live.com enthalten.

Google lag am 5. Januar noch auf Platz vier, einen Tag darauf bereits auf dem dritten Platz. Die Spammer senden ihren E-Müll von kostenlos erhältlichen Konten bei Google Mail. Solche Dienste sind für Spammer attraktiv, weil Spam-Filter diese vielfach von legitimen Anwendern genutzten Adressen kaum blockieren werden. Mit einer genaueren Analyse der Mails kann Spam aus den Netzen großer Anbieter jedoch erkannt und ausgefiltert werden.

Das größere Problem ist der Missbrauch von Google Docs . Nach Angaben von Richard Cox, CIO von Spamhaus, verwenden Spammer eine Funktion von Google Docs, die Nutzern das Teilen eines Dokuments mit anderen erlaubt. Dem Dokument ist eine Web-Adresse zugeteilt, die Spammer als Umleitung zu Spam-Seiten nutzen. dort werden meist unseriöse Versandapotheken beworben.

In einer Stellungnahme bestätigt Google das Problem. Man habe bereits Maßnahmen ergriffen, um den Missbrauch einzudämmen. Diese würden auch schon greifen. Dies wird durch die heutige Top-10-Tabelle vom Spamhaus bestätigt, in der Google nicht mehr erscheint.

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