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Auslagerung an externe Dienstleister

06.01.2008 | 14:58 Uhr |

Verwaltungsdienstleistungen für Unternehmen aus dem Ausland sollen bis Ende 2009 auch elektronisch angeboten werden. Aufgrund fehlender IT-Technik planen viele Kommunen die Auslagerung dieser Abläufe an externe Dienstleister.

Bis zum Ende des nächsten Jahres planen deutsche Kommunen, Verwaltungsdienstleistungen für ausländische Unternehmen auch elektronisch anbieten zu können. Da vielen Gemeinden jedoch das nötige Know-how fehlt, wollen sich rund ein Drittel aller Kommunen auf externe Dienstleister verlassen. Dabei sollen auch private Unternehmen wie IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen in Anspruch genommen werden. Dies ergab die aktuelle Studie Branchenkompass Public Services 2007 von Steria Mummert Consulting , die in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut erstellt wurde.

Fast die Hälfte der Gemeinden will sich beim Outsourcing auf Unternehmen aus ihrer Region verlassen. Die Gründe dafür liegen in einer zuverlässigen Betreuung vor Ort sowie der Stärkung der heimischen Wirtschaft. Jede fünfte Behörde überlegt zurzeit, die nötige Informationstechnik gänzlich auszulagern. Auf eine komplette Auslagerung der eigentlichen Verwaltungsprozesse will sich jedoch keine der befragten Kommunen verlassen. Einzelne Verfahren könnten jedoch zukünftig an private Unternehmen delegiert werden. Dazu seien knapp 10 Prozent der Gemeinden bereit.

Grund für die Neuausrichtung der Verwaltungsdienste ist eine beschlossene EU-Dienstleistungsrichtlinie. Zu deren Umsetzung wird eine stärkere informelle Kooperation nötig, für die sich auch 76 Prozent der befragten Gemeinden aussprechen. Mit Projektpartnerschaften wolle sich die Hälfte der Verwaltungen enger an Dienstleister und andere öffentliche Einrichtungen binden. Gerade außerhalb von Großstädten soll dies die zeitnahe Umsetzung der EU-Richtlinie ermöglichen.

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