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Auswahl wird immer größer

12.09.2009 | 15:41 Uhr |

Die Buchplattform libreka bringt mit dem Cybook Opus des französischen Herstellers Bookeen einen weiteren E-Book-Reader auf den deutschen Markt. Für dieses Gerät habe man sich entschieden, weil es nicht gar so technisch anmute wie viele andere Modelle, so Ronald Schild, Geschäftsführer beim libreka-Betreiber MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels.

"Das Cybook Opus ist ein sehr kompaktes Gerät mit einem Design, das wirklich Lust auf Lesen macht", meint er im Gespräch mit pressetext. Allerdings soll das 250-Euro-Gerät nicht lange allein im Angebot der Buchplattform bleiben, denn bei MVB geht man davon aus, dass nur eine entsprechende Gerätepalette auch den Ansprüchen unterschiedlicher Kunden gerecht wird.

Das Cybook Opus wartet mit einem Fünf-Zoll-Bildschirm auf und wiegt nur 150 Gramm, ist also ein sehr kompakter E-Reader. In vielen anderen Belangen kann sich dieser aber mit größeren Geräten absolut messen. Der Akku reicht für 8.000 Seitenumschläge und der interne Speicherplatz ist laut MVB-Vergleich sogar überdurchschnittlich groß - mit Platz für rund 1.000 Bücher. Außerdem kann er mit einer MicroSD-Karte noch erweitert werden. Das Gerät unterstützt dabei gängige Formate, darunter PDF und EPUB. Außerdem bietet das Cybook eine integrierte Lagesensorik, wodurch die Seitenwiedergabe automatisch entsprechend der Gerätehaltung auf Quer- und Hochformat angepasst wird. Dies sei beispielsweise beim Betrachten von PDFs sehr hilfreich.

PDFs sind auch einer der Gründe, warum MVB in weiterer Folge eine breitere E-Reader-Palette auf libreka für notwendig erachtet. "Im wissenschaftlichen Bereich ist das PDF-Format noch dominant, da es beispielsweise für Grafiken besser geeignet ist als EPUB", erklärt Schild. Da für die grafiklastigen Dateien ein Großformat-Reader besser geeignet seien, sei geplant, besonders für den Bildungsbereich auch ein entsprechendes Modell anzubieten. Auch soll dem Cybook als Einsteigergerät ein Modell folgen, das WLAN, 3G oder beides unterstützt und ein etwas anspruchsvolleres Marktsegment bedient. "Da ist es sehr wichtig, auch direkt über das Gerät online gehen zu können", so der MVB-Geschäftsführer.

Die libreka-E-Reader-Palette dürfte relativ bald wachsen. "Wir sind bereits dabei, auch Geräte zu testen, die auf der IFA in Berlin vorgestellt wurden", sagt Schild. Welche genau für die Buchplattform in Frage kommen, verrät er noch nicht, doch die mögliche Auswahl wird immer größer. Auf der IFA hat beispielsweise das ukrainische Unternehmen Pocketboo k zwei aktuelle Modelle sowie Pläne für ein WLAN-fähiges Touch-Gerät vorgestellt. Der koreanischen Anbieter iRiver wiederum hat in Berlin mit dem "Story" ein Sechs-Zoll-Modell mit QWERTY-Tastatur gezeigt. Und auch abseits der Messe gab es zuletzt E-Reader-Neuigkeiten. Der niederländische Hersteller Endless Ideas will mit der Auslieferung der Mini-Variante seines BeBook beginnen, während Asus einem Bericht der Sunday Times zufolge an einem Dual-Touchscreen-Modell zum Kampfpreis von rund 100 Pfund arbeitet. (pte)

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