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Forscher packen 1000 Kerne auf einen Chip

03.01.2011 | 11:39 Uhr |

Mehr Leistung bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch: Forschern aus Schottland ist es gelungen, 1000 Kerne auf einen einzelnen Chip zu packen.

Die Universität von Glasgow hat unter Leitung von Dr. Wim Vanderbauwhede einen Chip entwickelt, auf dem 1000 Kerne ihre Arbeit verrichten . Der Chip entstand in Zusammenarbeit mit der Universität von Massachusetts. Dabei kam ein Chip zum Einsatz, der als Field Programmable Gate Array (FPGA) bezeichnet wird. Ein FPGA kann vom Anwender konfiguriert werden, während herkömmliche Chips bereits bei der Herstellung konfiguriert werden.

Das Team rund um Dr. Vanderbauwhede hat bei dem betreffenden FPGA-Chip die Transistoren auf dem Chip in kleine Gruppen unterteilt, die jede für sich eigene Aufgaben berechnen kann. Dadurch entstanden 1000 unabhängige Mini-Recheneinheiten. Die Leistung des Chips wurde mittels der Verarbeitung des MPEG-Algorithmus gemessen. Der Chip war dabei mit 5Gbps rund 20 Mal schneller als herkömmliche CPUs, die momentan in PCs verbaut werden.

Die Forscher wollen die neu entwickelte 1000-Kern-CPU auf dem International Symposium on Applied Reconfigurable Computing im März vorstellen. Laut Angaben der Forscher würden FPGAs bei Standard-Rechnern noch kaum zum Einsatz kommen, weil deren Programmiererung schwierig sei. Angesichts der hohen Rechengeschwindigkeit sei der Energieverbrauch aber vergleichsweise gering.

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