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Die gefährlichsten Surfplätze des Web

05.06.2008 | 16:31 Uhr |

Laut einer Studie von McAfee sind Hongkong und China die Länder mit den meisten verseuchten Domains. Die Tokelau-Inseln haben ihren Spitzenplatz aus dem letzten Jahr abgegeben.

Das Sicherheitsunternehmen McAfee hat unter dem Titel "Mapping the Mal Web – Revisited" eine Studie zu den gefährlichsten Domains veröffentlicht. Bereits im letzten Jahr hatte McAfee eine solche Untersuchung angestellt. Damals war die Inselgruppe Tokelau mit ihrer Top-Level-Domain ".tk" der beliebteste Heimathafen für bestenfalls zweifelhafte Web-Angebote. Hongkong, im letzten Jahr nur auf Rang 28, hat laut der neuen Studie die Führungsrolle übernommen, gefolgt von China, das im Vorjahr auf Platz 11 lag.

McAfees SiteAdvisor-Programm hat 10 Millionen Websites mit eigener Domain untersucht, die stark frequentiert sind. Dabei wurden sowohl länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLD) wie ".de" oder ".uk" als auch so genannte generische Top-Level-Domains (gTLD) wie ".com" oder ".info" einbezogen. Immerhin 19,2 Prozent der als gefährlich eingestuften Websites (Domains) segeln unter der Flagge Hongkongs (.hk), China (.cn) kommt auf 11,8 Prozent. Es folgen die Philippinen (.ph), Rumänien (.ro) und Russland (.ru).

Die fünf sichersten Länder-Domains sind Finnland (.fi), Japan (.jp), Norwegen (.no), Slowenien (.si) und Kolumbien (.co). Deutschlands ".de" liegt im europäischen Mittelfeld, hier hat das Risiko um mehr als 40 Prozent abgenommen. Bei den generischen Domains ist ".info" mit 11,8 Prozent das gefährlichste Pflaster, gefolgt von ".com" mit 5,3 Prozent. Am sichersten ist ".gov" (US-Regierung).

Insgesamt hat die Gefahr sich beim Surfen im Web Adware, Spyware oder andere schädliche Programme einzufangen gegenüber dem Vorjahr um 41,5 Prozent zugenommen. Von den Websites die Software wie Bildschirmschoner oder Klingeltöne anbieten, verbreiten inzwischen 4,7 Prozent Adware, Spyware oder Malware - im letzten Jahr waren es erst 3,3 Prozent.

Sinn dieser Studie ist es die Verantwortlichen Domains-Registrare in die Pflicht zu nehmen. Bei Tokelau hat das offenbar im Vorjahr gut funktioniert. Die Vergabepraxis wurde verschärft und der Anteil von .tk-Domains in der Rangliste gefährlicher Domains ist daher in diesem Jahr um 85 Prozent zurück gegangen.

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