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AMD will mit Radeon RX 460, 470 & 480 den Grafikkarten-Markt aufmischen

14.06.2016 | 14:36 Uhr |

AMD greift Nvidia mit den Grafikprozessoren Radeon RX 460, 470 und 480 genau dort an, wo es so richtig weh tut - beim Preis!

Mit der Ankündigung, Grafikkarten mit dem Radeon RX 480 zu einem Dumpingpreis ab 199 Dollar (ohne Steuer) anbieten zu wollen hat AMD den Erzrivalen Nvidia geschockt - und vielen Spielern Hoffnung auf den ultimativen Preis-Leistungs-Knaller gemacht. Jetzt legt AMD noch eine Schippe drauf und kündigt die noch günstigeren Grafikprozessoren Radeon RX 460 und Radeon RX 470 an.

Alle Modelle der RX-Serie bringen moderne Schnittstellen wie HDMI 2.0b und Displayport 1.3/1.4 mit. Hinzu kommt ein H.265-Hardware-Beschleuniger, der die De- und Encodierung von 4K-Videos in 10 Bit mit vollen 60 Hertz beherrscht. Dass die Grafikprozessoren DirectX 10, 11 und 12 unterstützen versteht sich von selbst.

Radeon RX 470: für energieeffizientes HD-Gaming

Der AMD Radeon RX 470 basiert - ebenso wie der RX480 - auf der Polaris-10-Architektur. Im Vergleich zur RX 480 (Angaben in Klammern) soll der RX 470 "nur" über 2048 (2304) Shader-, 128 (144) Textur- sowie 64 (64) Rasteroperations-Einheiten verfügen. Die FP32-Rechenleistung liegt bei knapp 5 (6) Teraflops. Der Standardtakt der GPU soll 1206 (1266) MHz betragen. Das Speicherinterface ist wie bei der großen Schwester 256 Bit breit und steuert 4 GB GDDR5-Speicher an, der mit einer Taktfrequenz von 1750 (2000) MHz laufen soll. Daraus ergibt sich eine Speicherbandbreite von 224 GB/s.

AMD Radeon RX 470. Bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, aber AMD hat bis dato noch keine Pressebilder der Referenzkarte zur Verfügung gestellt.
Vergrößern AMD Radeon RX 470. Bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, aber AMD hat bis dato noch keine Pressebilder der Referenzkarte zur Verfügung gestellt.
© PC Gamer (E3)

Damit ist die Rechenpower des Radeon RX 470 gar nicht so weit weg vom Spitzenmodell 480, soll mit rund 120 (150) Watt aber nur 80 Prozent der Leistungsaufnahme des RX 480 erreichen. AMD verspricht daher ein energieeffizientes und flüssiges Spielerlebnis bei allen AAA-Titeln mit hohen Qualitätseinstellungen in der Full-HD-Auflösung. AMD bezeichnet die RX 470 ebenfalls als VR Ready.

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Gemäß des AMD-Referenzdesigns besitzen Grafikarten mit dem RX 470 einen 6-Pin-Stromanschluss sowie einen HDMI- und drei Displayport-Ausgänge. Der Preis für RX-470-Grafikkarten steht noch nicht fest, aber man muss kein großer Hellseher sein, um für die 4-GB-Version einen Preispunkt von rund 150 Dollar vorherzusagen. Inklusive Mehrwertsteuer dürften wir bei einem Straßenpreis von deutlich unter 200 Euro landen.

Radeon RX 460: kühle und energieeffiziente E-Sport-GPU

Mit der Radeon RX 460 adressiert AMD Spieler, die DOTA & Co. zocken. Ihnen verspricht AMD ein kühles und energieeffiziente Spielevergnügen, da der 460-Grafikprozessor lediglich 75 Watt verbrauchen soll - also nur halb so viel wie das 480-Spitzenmodell. Damit ist die GPU auch für preisgünstige Spiele-Notebooks interessant. Der Radeon RX 460 basiert auf der Polaris-11-Architektur und lässt sich deshalb nicht direkt mit den leistungsfähigeren Modellen der RX-Familie vergleichen. Kommen wir zu den technischen Daten des RX 460:

AMD Radeon RX 460. Bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, aber AMD hat bis dato noch keine Pressebilder der Referenzkarte zur Verfügung gestellt.
Vergrößern AMD Radeon RX 460. Bitte entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität, aber AMD hat bis dato noch keine Pressebilder der Referenzkarte zur Verfügung gestellt.
© PC Gamer (E3)

Die GPU soll 1280 Shader-, 80 Textur- und 32 Rasteroperations-Einheiten besitzen. Der Basistakt des 460-Grafikprozessors beträgt lediglich 1000 MHz. Damit erreicht der 460 nur 50 Prozent der 470-Rechenleistung - rund 2,5 Teraflops. Die Speicheranbindung ist mit 128 Bit ebenfalls nur halb so breit, zudem gibt es entweder 2 oder 4 GB GDDR5-Speicher, der mit einer Taktrate von 1250 MHz arbeitet. Damit kommt der AMD Radeon RX 460 auf eine Speicherbandbreite von 80 GB/s.

Wie das AMD-Referenzdesign nahelegt, fallen Grafikarten mit dem RX 460 kompakt aus, benötigen nur einen kleinen Lüfter ohne aufwändige Kühlkörper-Heatpipe-Konstruktion und besitzen keine zusätzliche Stromversorgung. An Anschlüssen ist je einmal DVI, HDMI und Displayport an Bord.
Auch der Preis für RX-460-Grafikkarten steht noch nicht fest, sie dürften aber zu einem Straßenpreis von rund 100 Euro auf den Markt kommen.

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