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Duke Nukem Forever - PR-Firma droht Spiele-Testern

16.06.2011 | 14:33 Uhr |

Die PR-Agentur Redner Group drohte kritischen Spiele-Testern mit Konsequenzen worauf sich 2K Games von der Firma getrennt hat.

Nach 14 Jahren Entwicklungszeit steht nun diese Woche weltweit in den Händlerregalen (US-Release 14. Juni). Bei der Spiele-Presse kommt der Actionheld jedoch längst nicht mehr so gut an, wie zu seiner Blütezeit in den 90er Jahren. Während das Muskelpaket im Test unserer Schwesterpublikation Gamestar immerhin noch 68 Spielspaß-Punkte abräumen konnte, liegt die internationale Durchschnittswertung für Duke Nukem Forever wesentlich niedriger – vor allem die amerikanischen Magazine haben den Ego-Shooter hart abgestraft.

Die negativen Pressestimmen wollte die PR-Agentur Redner Group, die in den USA für das Marketing von Duke Nukem Forever zuständig ist, nicht hinnehmen und drohte allzu kritischen Magazinen mit einer ungewöhnlichen Aktion. Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte ein Sprecher der Agentur mit, dass all diejenigen Publikationen, die dem Duke eine zu schlechte Wertung gegeben haben, künftig nicht mehr auf Testmustern der Firma hoffen dürften. Schlechte Wertungen seien ok, viele Tests zu Duke Nukem Forever wären jedoch nur noch »hasserfüllt«.

Kurz darauf entschuldigte sich die Redner Group zwar für ihr unprofessionelles Vorgehen, 2K Games hat sich aber trotzdem öffentlich von der Aktion distanziert und zudem die Geschäftsbeziehungen zu der Agentur beendet.

»2K Games befürwortet die Kommentare der Redner Group nicht und wird sie auch nicht stillschweigend dulden. Wir bestätigen daher, dass sie nicht länger unsere Produkte vermarkten werden«, so 2K über Twitter . »Wir haben eine Beziehung zur Presse, die auf gegenseitigen Respekt beruht und das wird auch so bleiben.«

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