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E-Reader mit Android auf dem Vormarsch

20.10.2009 | 15:13 Uhr |

Mit Spring Design und enTourage haben zwei weitere US-Unternehmen rund um den Jahreswechsel Dual-Screen-E-Reader angekündigt. Das Besondere dabei: Die multifunktionalen Geräte "Alex" und "eDGe" sollen auf der Grundlage von Googles Smartphone-Betriebssystem Android laufen.

Die Termine für die Markteinführung legen die Vermutung nahe, dass die beiden E-Reader bereits mit Android 2.0 - von Google unter dem Codename Eclair entwickelt - betrieben werden könnten.

"Meiner Ansicht warten Hersteller wie auch Entwickler auf die nächste Version des Mobile-Betriebssystems von Google. In der ersten Jahreshälfte 2010 ist mit zahlreichen neuen Geräten auf Basis von Eclair zu rechnen", sagt auch Gartner-Analystin Carolina Milanesi gegenüber pressetext. Ähnlich wie bei Netbooks werde der reibungslose Mehraufgabenbetrieb ein entscheidender Faktor für den Erfolg größerer Internetgeräte sein.

E-Reader mit Smartphone-Funktionen

Spring Design wird Alex eigenen Angaben zufolge noch Ende 2009 auf den Markt bringen. Anwendern wird ein EPD-Monochromdisplay mit sechs Zoll Bilddiagonale sowie ein 3,5 Zoll großes LCD-Farbdisplay für die Suche nach Sekundärinformationen im Web zur Verfügung stehen. Auf der Grundlage von Android soll die "Duet Navigation Technology" für eine reibungslose Integration der beiden Displays sorgen.

Auch enTourage entwickelt mit dem eDGe-E-Reader ein Android-Gerät mit zwei Displays. Allerdings weist eDGe ein 9,7 Zoll großes Monochrom-Display mit einer Auflösung von 1.200 mal 825 Pixel sowie ein 10,1 Zoll Farbdisplay mit Touchfunktion und einer Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel auf. Seine Ausstattung soll eine ganze Bandbreite klassischer Netbook-Funktionen auf den E-Reader bringen. Beide Geräte sind mit WLAN und 3G-Anschlusstechnologie ausgestattet und unterstützen die gängigsten E-Book-Formate.

Android 2.0 steht vor der Tür

Google hatte erst kürzlich die Version 1.6 seiner Smartphone-Plattform vorgestellt, möchte Android 2.0 aber zahlreichen Medienberichten zufolge noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Dabei soll es sich um ein großes Upgrade handeln. Unter anderem würde die vollständige Integration verschiedener Webdienste, eine zentrale Inbox sowie ein verbesserter Webbrowser das Betriebssystem zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Windows Mobile und webOS machen. Indes nimmt der Medienrummel rund um Android aufgrund vieler Produktankündigungen wieder Fahrt auf (pressetext berichtete: https://www.pressetext.com/news/091009003/).

"Eine möglichst komfortable Bedienung und damit intuitiv und leicht bedienbare Benutzeroberflächen werden über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Android hat großes Potenzial. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Produktdifferenzierung vonstatten gehen wird, wenn Hersteller verstärkt auf die Plattform setzen", meint Milanesi. Bei einer großen Bandbreite verschiedener Benutzeroberflächen etwa würden die Portierungskosten für Entwickler stark steigen. (pte)

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