21.06.2012, 14:45

Ines Walke-Chomjakov

Drucken im Beruf

Printerumfrage: Kosten senken, mobil drucken

Die Printerumfrage12 hält die Druckpraxis in Unternehmen fest. ©Dokulife

Wie berufliche Anwender Drucker und Multifunktionsgerät im Unternehmen nutzen, hält die Printerumfrage 2012 fest. Ein Blick auf die Druckpraxis im Arbeitsalltag.
Das Unternehmen Dokulife hat mit Unterstützung des Druckerherstellers Brother berufliche Anwender befragt, wie sie die vorhandenen Bürodrucker einsetzen. Fast 8700 Nutzer, IT-Manager und Einkäufer beteiligten sich an der Online-Umfrage und liefern wertvolle Einblicke in den täglichen Umgang mit den Output-Geräten. So zeigt die Umfrage, dass das Senken von Druckkosten im Unternehmen nach wie vor hohe Priorität hat. Die beliebteste Maßnahme Druckkosten zu reduzieren, ist das Einschränken des Farbdrucks. Gleichzeitig werden allerdings immer mehr Farbgeräte angeschafft. Der Anteil an reinen Schwarzweiß-Lasergeräten sinkt genauso wie die Anzahl an Geräten selbst. Der Tintenstrahldrucker direkt am Arbeitsplatz verschwindet mehr und mehr, dafür sind Multifunktionsgeräte mit Fax-Funktion immer öfter im Büro zu finden. Der automatische beidseitige Druck erfreut sich wachsender Beliebtheit, um Kosten zu senken. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass selbst in großen Unternehmen Schulungen der Mitarbeiter an den Geräten genauso selten sind wie der Einsatz von Ausweiskarten, um sich am Output-Gerät anzumelden.

Printerumfrage 2012: Druckvolumen steigt weiter

Das papierlose Büro scheint laut Printerumfrage weiterhin weit weg zu sein. So geben 78 Prozent der Befragten an, dass sie gleich viel oder sogar mehr als noch vor zwei Jahren drucken. Gründe sind die steigende Informationsfülle und eine erhöhte Dokumentationspflicht. Auch die gute Konjunkturlage in Deutschland schlägt sich aufs Druckvolumen nieder. Volle Auftragsbücher lassen die Zahl der gedruckten Aufträge, Rechnungen und Anträge nach oben gehen.
Printerumfrage 2012: Mobiles Drucken erst im Kommen
Mobil vom Smartphone oder Handy zu drucken, ist kein zentrales Thema, glaubt man den Angaben der Printerumfrage. Das zeigt der Anteil von 60 Prozent, die kein Bedürfnis verspüren, geschäftliche Dinge mobil zu drucken. Derzeit sind es insgesamt nur vier Prozent der Befragten, die mehrmals in der Woche oder im Monat das Handy oder Smartphone dazu nutzen, dienstliche Drucke zu erstellen. Das Thema könnte allerdings stärker auf die Unternehmen zukommen, denn immerhin elf Prozent der Befragten geben an, dass sie gerne mobil drucken würden.

Fazit der Printerumfrage 2012

Aus den Angaben der Befragten wird klar, dass das Senken von Output-Kosten in Unternehmen nur dann langfristig Erfolg verspricht, wenn sich die Maßnahmen an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer orientieren. Ohne klare Analyse der Druckerinfrastruktur und deren Anpassung an die Arbeitsprozesse macht auch von Einführung von Managed Print Services (MPS) wie etwa das automatische Bestellen von Verbrauchsmaterial wenig Sinn. Zentrales Thema ist die Schulung von Mitarbeitern. Werden sie nicht aktiv in den Prozess eingebunden, bleiben langfristige Erfolge im Senken der Druckkosten wohl eher aus.
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