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Dropbox veröffentlicht ersten Transparenzbericht

12.09.2014 | 17:12 Uhr |

Dropbox hat in dieser Woche einen ersten Transparenzbericht für den Zeitraum von Januar bis Juni 2014 veröffentlicht.

Der Cloud-Speicherdienst Dropbox tut es in dieser Woche anderen großen Internet-Unternehmen wie Google gleich und veröffentlicht einen Transparenzbericht . Aufgrund der NSA-Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden habe das Unternehmen beschlossen, seinen Nutzern genauere Einblicke in die Informationsbeschaffung von Regierungsbehörden zu gewähren. Dropbox werde ab sofort in sechsmonatigen Abständen so genannte Transparency Reports veröffentlichen, die aufzeigen, wie oft Nutzerdaten von den Behörden angefragt werden.

Den Anfang macht der Zeitraum von Januar bis Ende Juni 2014. In den sechs Monaten habe der Konzern insgesamt 268 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden erhalten. Bei Dropbox seien zudem null bis 249 Anfragen eingegangen, die die nationale Sicherheit beträfen. Konkrete Zahlen scheint das Unternehmen hier nicht nennen zu dürfen.

Dropbox versichert seinen rund 300 Millionen Nutzern, dass jede Anfrage auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werde, bevor man Nutzerdaten an die Behörden weiterleite. Im ersten Halbjahr 2014 seien insgesamt 91 Nutzer über entsprechende Anfragen zu ihren Accounts informiert worden.

Ein Jahr nach Snowden: Die NSA-Spionage

Mit der Veröffentlichung von Transparenzberichten versucht Dropbox seinen Namen reinzuwaschen. Im Rahmen der Snowden-Enthüllungen wurde das Unternehmen als Mitglied des Prism-Programms der NSA geführt. Die Aufnahme der ehemaligen US-Außenministerin Condoleeza Rice in den Dropbox-Vorstand sorgte bei den Nutzern ebenfalls für Unmut.

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