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Droidjack: Razzien bei Käufern von Handy-Spähsoftware

28.10.2015 | 16:27 Uhr |

Die Käufer der illegalen Handy-Spähsoftware Droidjack haben "Besuch" von der Polizei bekommen.

Die deutsche Justiz hat zum Schlag gegen die Käufer der Smartphone-Spionagesoftware Droidjack ausgeholt. Wie die Generalanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilt , wurden am 27. Oktober die Wohnungen von 13 Tatverdächtigen in den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Beteiligt waren neben der Generalstaatsanwaltschaft auch die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) und das Bundeskriminalamt. Die Razzien fanden wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten und des Computerbetrugs statt.

Konkret wird den Beschuldigten im Alter zwischen 19 und 51 Jahren vorgeworfen, die Smartphone-Schad- und Spähsoftware erworben und eingesetzt zu haben. Ein mit Droidjack infiziertes Android-Gerät lässt sich komplett von der Ferne aus ausspionieren und steuern. So können neben dem Datenverkehr auch alle Telefongespräche und Umgebungsgespräche überwacht werden. Außerdem können über die Smartphone-Kamera heimlich Fotos geknipst werden. Angreifer können Droidjack auch dazu nutzen, um ohne das Wissen des Smartphone-Besitzers SMSs an kostenpflichtige DIenste zu versenden.

"Die Schadsoftware ist insbesondere beim sog. Phishing im Online Banking von erheblicher Bedeutung, da sie das Erlangen der „MobileTAN“ ermöglicht", so die Generalanwaltschaft in ihrer Mitteilung.

Die Razzien fanden nicht nur in Deutschland statt. In Zusammenarbeit mit der Europol und Eurojust wurden auch Durchsuchungen in Großbritannien, Frankreich, Belgien und der Schweiz durchgeführt.

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