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Droht auch Telekom-Bestandskunden die 75-GB-Grenze?

29.04.2013 | 14:51 Uhr |

Die DSL-Drosselung soll nur für Neukunden gelten, beruhigt die Telekom. Doch ein ganz anderes Projekt der Telekom könnte bald einen Großteil der Bestandskunden zu Neukunden machen.

Die Kritik an der Telekom wegen der geplanten DSL-Drosselung nimmt kein Ende . In seinem offenen Brief beschwichtigt René Obermann und beruhigt: für 97 Prozent der Kunden sollen die Preise stabil bleiben . Doch von einem Surf-Limit bleiben auch sie vielleicht nicht verschont. Zwar betont die Telekom, dass die Regelung nur für Neukunden gelte (und vermutlich erst 2016 umgesetzt werde). Aber ein ganz anderes Projekt könnte dafür sorgen, dass früher oder später auch jetzige Bestandskunden einen neuen Vertrag unterschreiben müssen - und damit der GB-Grenze unterliegen.

Wie teltarif.de berichtet, hat die Telekom bereits damit begonnen, klassische Analog- und ISDN-Anschlüsse auf die All-IP-Technik umzustellen. 2016 - also im gleichen Jahr, in welchem das Surf-Limit durchgesetzt werden soll - sollen alle Bestandskunden auf die Technik umgestellt werden. Doch mit dem Technik-Wechsel gehe ein Tarifwechsel einher und damit kommt ein neuer Vertrag ins Haus. Der Bestandskunde wird somit zum Neukunden. Auf der letzten CeBIT in Hannover soll die Telekom noch einmal bekräftigt haben, dass es auf lange Sicht keine Alternative zur All-IP-Umstellung gebe. Nur wer bereits einen IP-Anschluss hat, kann sich voraussichtlich länger vor der neuen Flatrate-Klausel drücken.

Offensichtlich nimmt die Telekom dafür auch das Risiko in Kauf, dass Kunden statt zu unterschreiben sich einen anderen Anbieter suchen. Wenn die Telekom allerdings eisern an ihrem Plan festhält, bleibt abzuwarten, ob nicht andere Telekommonikationsanbieter früher oder später mitziehen werden.

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