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Drohnenschutzschild der Telekom wehrt Drohnen ab

30.11.2016 | 14:37 Uhr |

Die Deutsche Telekom bietet ab dem 1. Dezember einen „Magenta Drohnenschutzschild“ an. Er soll unerwünschte Flugdrohnen abwehren.

Der ab dem 1.12.2016 angebotene Drohnenschutzschild der Deutschen Telekom richtet sich zunächst einmal nur an Geschäftskunden und Behörden. Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen, Rechenzentren, Stadien und Behörden sollen damit Ihr Gelände gegen Überflüge der ferngesteuerten Flugobjekte absichern und somit Spionage, Schmuggel und Vandalismus vorbeugen können.

Die Telekom arbeitet beim Drohnenschutzschild mit dem Unternehmen Dedrone zusammen. Zuvor hatte die Telekom „die wichtigsten Hersteller von Drohnendetektions und -abwehrsystemen aus der ganzen Welt ausführlich und intensiv getestet und dabei die besten Technologien unter der Federführung des Leadpartners Dedrone für unser Magenta Drohnenschutzschild gebündelt“, erklärt Dirk Backofen, zukünftiger Leiter Telekom Security.

DroneTracker

Dedrone entwickelte in Kassel den DroneTracker. Die Telekom-Variante des DroneTrackers identifiziert Drohnen mithilfe verschiedener Sensoren wie Videokameras, Frequenzscannern und Mikrofonen. Die Software des DroneTrackers soll Drohnen zuverlässig von Vögeln, Hubschraubern und anderen Flugobjekten unterscheiden können.

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Der DroneTracker soll sich in bereits vorhandene Sicherheitskonzepte der Kunden integrieren lassen. Zudem sollen sich beliebig viele Sensoren verschiedenster Hersteller einbinden lassen.

Beweissicherung und Abwehr

DroneTracker soll zunächst einmal Beweise für den Überflug durch eine Drohne sichern. Das allein wäre aber noch nicht so spannend. Aber DroneTracker soll eben auch die sofortige Abwehr der Drohne ermöglichen. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: So kann er die Drohne nicht abschießen - auch nicht splitterfrei - und DroneTracker wird Drohnen auch nicht eingefangen, wie es beispielsweise die japanische Polizei erprobt. Die Deutsche Telekom lässt auch keine Adler auf die Drohnen los, wie es die Niederländer machen.

Stattdessen beschränkt sich die Abwehr auf „elektronische Störmaßnahmen“ – also ein vergleichsweise unspektakulärer und wenig einfallsreicher Ansatz, der erst noch beweisen muss, dass er in der Praxis funktioniert. Zudem gibt es eine wichtige Einschränkung: Für den Einsatz elektronischer Störmittel sind in jedem Fall Genehmigungen der zuständigen Behörden erforderlich, wie die Deutsche Telekom erläutert. Der Magenta Drohnenschild der Deutschen Telekom könnte sich gegenüber technisch versierten Angreifern durchaus als ein zahnloser Tiger entpuppen - im Unterschied zu den angriffslustigen Adlern der Niederländer.

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Für DroneTracker bietet die Deutsche Telekom eine Komplettlösung; beginnend mit der Ausarbeitung des Konzepts bis zur Umsetzung und der Wartung der fertigen Lösung. Außerdem will die Telekom auch eine mobile Lösung anbieten, die der Kunde nach Bedarf mieten kann.

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