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Drohende Engpässe: Sony will PSP-Produktion auslagern

Wegen drohender Lieferengpässe will Sony die Produktion der tragbaren Spielekonsole PSP möglicherweise nach China oder Taiwan auslagern.

Sony will die Produktion seiner neuen mobilen Spielekonsole PlayStation Portable (PSP) möglicherweise nach China oder Taiwan auslagern. Damit reagiere der Elektronikkonzern auf die steigende Nachfrage und wolle sich auf den für September geplanten Marktstart in Europa vorbereiten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Wegen befürchteter Lieferengpässe war der Europastart bereits mehrfach verschoben worden.

"Die Schlüsselkomponenten fertigen wir hier (in Japan), aber wir wollen die Produktmontage außerhalb Japans ausbauen", sagte Ken Kutaragi, Präsident der Sony Computer Entertainment Inc. der Agentur. Taiwan und China seien zwei mögliche Standorte, um außerhalb Japans zu produzieren. In Japan verkauft sich die PSP nach Angaben Kutaragis weiterhin sehr gut, in den USA gibt es bereits Lieferengpässe.

Sony hatte im vergangenen Dezember in Japan mit der PSP erstmals eine mobile Spielekonsole herausgebracht und dringt damit in einen traditionell von Nintendo dominierten Markt ein. Nach Angaben von Bloomberg hat Sony seit Markteinführung bis Ende März insgesamt rund drei Millionen Einheiten verkauft und erwartet bis Jahresende den Absatz von 12 Millionen Geräten. Nintendo soll dagegen bis Ende März sechs Millionen Stück seiner mobilen Konsole Nintendo DS verkauft haben.

Nintendo DS im PC-WELT-Test (PC-WELT Online, 13.04.2005)

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