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Drogenhandel über Googles Orkut

25.07.2005 | 15:01 Uhr |

Drogenhändler nutzen die Diskussionsgruppen in Orkut als Vertriebskanal, besonders in Brasilien.

Der von Google im Januar 2004 gestartete Dienst Orkut ist offenbar auch für Drogenhändler attraktiv. Orkut, benannt nach einem Google-Entwickler, ist ein Netzwerk von Diskussionsgruppen, das der Pflege sozialer Kontakte dienen soll.

Die brasilianische Polizei hat in der letzen Woche zehn Drogenhändler verhaftet, die in Orkut-Gruppen Ecstasy und Marihuana angeboten haben. Der Drogenring wurde zunächst mittels Telefonüberwachung entdeckt, später verfolgte die Polizei auch die Online-Aktivitäten der Kriminellen. Es wird angenommen, dass mehr als die bereits verhafteten zehn Täter zu dem Drogenring gehören.

Das Orkut-Netzwerk ist besonders in Lateinamerika sehr beliebt. Mehr als die Hälfte der über sieben Millionen Mitglieder kommen aus Brasilien. Innerhalb von Orkut gibt es Diskussionsgruppen zu fast allen erdenklichen Themen, darunter auch Drogen und deren Legalisierung. Bei Orkut kann nicht jeder einfach so mitmachen - dazu ist eine Einladung durch ein bestehendes Mitglied erforderlich. Eine Öffnung für neue Mitgliedschaften auch ohne Einladung ist geplant.

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