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Dreifach-Mord: Videospiel dafür verantwortlich?

17.02.2005 | 11:44 Uhr |

Das Action-Spiel GTA ist bereits mehrfach in Zusammenhang mit realen Verbrechen in die Schlagzeilen geraten. Jetzt wird den Machern des Titels sowie Händlern vorgeworfen an dem Mord von drei Personen mit schuldig zu sein.

In den USA hat ein, zum Tatzeitpunkt 16-Jähriger, vor zwei Jahren drei Personen, darunter zwei Polizisten, erschossen. In einer neuen Klage verlangen nun die Angehörigen von zwei der Getöteten Schadenersatz von den Händlern, die dem Täter das Videospiel GTA III (Grand Theft Auto) sowie GTA: Vice City verkauft haben sowie den Herstellern des Spiels, Take 2 sowie Sony, dem Hersteller der Playstation 2. Dies berichtet ABC .

Der Anklage zufolge sei das Spiel, in dem es darum geht, sich als Krimineller hochzuarbeiten, schuld an den Morden, da der Täter dort gezeigte Verhaltensweisen nachgeahmt habe.

Der junge Mann wurde im Jahr 2003 festgenommen und auf ein Polizeirevier in Fayette gebracht. Ihm wurde versuchter Autodiebstahl vorgeworfen. Dort entwendete er die Pistole eines Beamten, tötete die drei Personen und versuchte zu flüchten. Das Spiel hätte dem damals 16-Jährigen nicht verkauft werden dürfen, da der Titel in den USA erst ab 17 Jahren freigegeben war. Demzufolge trügen die Händler, namentlich Wal-Mart und Gamestop eine Mitschuld. Auch der Hersteller Take 2 und Sony mit seiner Playstation 2 seien nicht unschuldig an den Vorfällen. "Was in Alabama geschah, ist, dass vier Unternehmen am Training des Täters, drei Männer zu töten, beteiligt waren", zitiert die Zeitung The Tuscaloosa News den Anwalt der Kläger.

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