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Die 12 unsichersten Smartphones laut Bit9

22.11.2011 | 10:51 Uhr |

Ein Sicherheitsunternehmen hat eine Liste veröffentlicht, die zwölf Smartphones enthält, die besonders unsicher sein sollen. Alle laufen mit dem gleichen Betriebssystem!

Das US-Sicherheitsunternehmen Bit9 hat eine Liste mit zwölf Smartphones veröffentlicht, die ein hohes Sicherheits- und Datenschutzrisiko für deren Besitzer und Unternehmen darstellen. Bei der Erstellung der Liste waren laut Bit9 drei Kriterien maßgeblich:

1.) Welchen Marktanteil hat das betreffende Smartphone
2.) Welche veraltete und unsichere Software läuft auf dem Smartphone
3.) Wie viel Zeit vergeht, bis die Smartphones mit Updates versorgt werden

Laut Bit9 zählen derzeit folgende 12 Smartphones zu den unsichersten Smartphones:

Als Nummer 13 und "ehrenhalber" erwähnt Bit9 noch das Apple iPhone 4 und ältere Modelle.

Gegenüber unserer US-Schwesterpublikation zeigte sich Bit9-Chef Harry Sverdlove erstaunt darüber, welches "Chaos und welche Fragmentierung" weiterhin im Android-Ökosystem existiere und über die Art und Weise, wie Android-Smartphones auf den Markt kommen und insbesondere wie die Hersteller mit wichtigen Sicherheitsupdates umgehen.

Die Sicherheitsspezialisten von Bit9 fanden bei ihrer Recherche heraus, dass bei 56 Prozent der Android-Smartphones, die aktuell erhältlich sind, veraltete und unsichere Versionen des Android-Betriebssystems zum Einsatz kommen. Keine Lösung sei es, ein neues Smartphone zu kaufen. In einigen Fällen ermittelte Bit9, dass ein neu gekauftes Smartphone Software besaß, die 300 Tage alt war. "Wenn es Sicherhietslücken gibt und sie besitzen ein Smartphone, das seit über 6 Monaten nicht aktualisiert wurde, dann ist das eine Ewigkeit für Hacker", so Sverdlove. Die ganze Zeit lang bestünde die Möglichkeit, dass das Gerät infiziert werden könnte, dass die auf dem Smartphone abgelegten persönlichen Informationen gestohlen werden könnten oder man Opfer einer anderen Art einer Attacke werden könnte.

Die 12 unsichersten Smartphones laut Bit9
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Sverdlove weist aber auch darauf hin, dass in jeder Software Sicherheitsschwächen stecken und damit auch in Apples iOS. Die Herausforderung sei es nicht, eine perfekte Software zu erstellen, sondern die Sicherheitsschwachstellen zu kennen und - viel wichtiger noch - so schnell wie möglich darauf per Update zu reagieren.

Beim iPhone habe Apple den Vorteil, neue Updates schnell an alle Geräte ausliefern zu können, während bei Android für die Updates die Hersteller oder die Netzwerkbetreiber zuständig seien. "Da sind zu viele Köche in der Küche. Es ist, als würde man einen Rechner von Dell erwerben und erwarten, dass Dell auch die Updates für Windows ausliefert", kritisiert Sverdlove.

Sverdlove schlägt vor, dass die Mitglieder des Android-Universums damit beginnen sollten, Smartphones als Computer und nicht als Handsets zu behandeln. Dazu müssten aber einige Änderungen am Android-Ökosystem durchgeführt werden. Die wichtigste Änderungen laut Sverdlove: "Die Hersteller und Netzwerkbetreiber müssten damit beginnen, die Kontrolle über das Betriebssystem dem Software-Hersteller zu überlassen".

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