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DoubleClick Deutschland ist sauber

03.02.2000 | 12:00 Uhr |

"In Deutschland gibt es den gläsernen Konsumenten nicht", sa

"In Deutschland gibt es den gläsernen Konsumenten nicht", sagte DoubleClick-Geschäftsführer Arndt Groth. Private Informationen über die persönliche und finanzielle Situation, den Gesundheitszustand, sexuelle Vorlieben oder Daten von Minderjährigen werden laut Groth "nicht erhoben, nicht gespeichert und nicht verwertet". Groth weiter: "DoubleClick Deutschland führt auch keine Datenbanken, in der nutzungs- und personenbezogene Daten zusammengeführt werden".

In den USA ist DoubleClick verklagt worden. Das Unternehmen identifiziere die Internet-Benutzer, zeichne das Surfverhalten auf und speichere diese Daten widerrechtlich, so der Vorwurf. Der "gläserne Surfer" entstehe, wenn DoubleClick seine online gesammelten Daten mit den Informationen in den Datenbanken des vor kurzem übernommenen US-Marktforschungsinstitut Abacus verknüpfe.

DoubleClick Deutschland dementiert generell eine illegale Verbindung zwischen den Datenbeständen von Abacus und dem Online-Angebot. Der Vorwurf entbehre für den deutschen Markt außerdem jeglicher Relevanz, weil Abacus nur über US-Daten verfüge.

Die Idee der zielgerichteten Werbung, die eine Datensammlung voraussetzt, ist für DoubleClick Deutschland jedoch interessant. Arndt Groth zitiert eine US-Studie, der zufolge 68 Prozent der Webnutzer bereit sind, private Informationen weiterzugeben, um zielgruppenspezifische Werbung zu erhalten. "Wenn sich dieses System in den USA durchsetzt und vom Konsumenten akzeptiert wird, werden wir auch über eine Einführung in Deutschland nachdenken." (PC-WELT, 03.02.2000, he)

Online-Vermarkter sammelt persönliche Daten (PC-WELT Online, 26.1.2000)

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