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Dotcom-Fieber grassiert in China

11.08.2005 | 16:16 Uhr |

Das Dotcom-Fieber hat Investoren besonders aus den USA wieder erfasst. Doch diesmal fließen die Geldströme nicht auf den heimischen Markt oder nach Europa. Stattdessen investieren amerikanische Firmen wie besessen Geld in China.

Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts reichte es meist schon, wenn eine neue Firma die Toplevel-Domain .com im Namen trug. Schon standen die Geldgeber Schlange. Sorgfältig erstellte Bilanzen, real erwirtschaftete Gewinne und zahlende Kunden schienen plötzlich überflüssig, nur noch eine möglichst starke Internetpräsenz zählte. Bekanntlich ist diese Internetblase ab 2000 spektakulär zerplatzt. Doch mittlerweile grassiert das Dotcom-Fieber wieder – im Reich der Mitte.

Besonders US-Firmen und amerikanische Venture-Capital-Unternehmen investieren im Land des Klassenfeindes. Angelockt werden die Geldgeber durch teilweise explodierende Börsenkursen von neu an die Börse gebrachten Firmen wie der chinesischen Suchmaschine Baidu.com , die ihren Börsenwert binnen weniger Tage um mehrere Hundert Prozent steigerte.

Yahoo plant derzeit den Einstieg bei Alibaba.com, einem chinesischen Online-Marktplatz. Eine Milliarde Dollar will das US-Unternehmen investieren. Bis Ende Juni 2005 legten amerikanische Firmen bereits 111 Milliarden Dollar in Asien an - vor allem in Internet-affine Firmen.

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