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Doping-Tests für E-Sportler - diese Substanzen sind tabu

13.08.2015 | 14:05 Uhr |

Die ESL führt künftig Dopingtests bei den Teilnehmern von E-Sport-Wettbewerben ein. Auf diese Substanzen wird getestet.

Die Electronic Sport League (ESL) hatte vor einigen Wochen angekündigt, dass künftig die Teilnehmer ihrer E-Sport-Wettbewerbe einem Doping-Test unterzogen werden. Jetzt hat die ESL verkündet, auf welche Substanzen hin die E-Sportler bei diesen Doping-Tests untersucht werden. Für die Festlegung dieser Substanzen hat die ESL zusammen mit der World Anti-Doping Agency gearbeitet.

Verboten sind demnach unter anderem die Einnahme von Steroiden und Kokain. Ebenso verboten ist die Einnahme des für Patienten mit Konzentrationsschwäche gedachten, verschreibungspflichtigen Medikaments Adderall. Laut Insidern der E-Sport-Szene wird das Medikament zur Erhöhung der Reaktionszeit und zur verbesserten Fokussierung verwendet, was bei Online-Multiplayer-Shootern einen Vorteil verschaffen kann. Andrerseits kann die nicht ärztlich kontrollierte Einnahme von Adderall aber auch zur Abhängigkeit führen.

Ursprünglich wollte die ESL die Doping-Tests über eine Haut-Tests durchführen. Nun hat sich die ESL für einen Speicheltest entschieden. Während den ESL-Wettbewerben kann ein Teilnehmer jederzeit zur Abgabe einer Speichelprobe aufgefordert werden. Die E-Sportler sind zudem verpflichtet, alle von einem Arzt verschriebenen Medikamente offenzulegen. Sollte ein E-Sportler bei der Doping-Kontrolle durchfallen, dann drohen diverse Strafen. Diese reichen von der Aberkennung eines Preisgelds bis hin zu einer zweijährigen Sperre für alle ESL-Veranstaltungen.

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