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Doping-Kontrollen in eSports-Liga

23.07.2015 | 18:09 Uhr |

Spieler der Electronic Sports League (ESL) müssen sich bei Events künftig einem Doping-Test unterziehen.

Was bei Wettkampf-Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren bereits seit Jahren Gang und Gäbe ist, soll auch bald in den eSports-Bereich Einzug halten: Doping-Kontrollen. Die Electronic Sports League (ESL), eine der größten eSports-Organisationen weltweit, kündigte in dieser Woche an , entsprechende Tests bei zukünftigen Events durchführen zu wollen.

Auslöser für die neue Richtlinie war der bekannte Counter-Strike: Global Offensive Spieler Cory “Semphis” Friesen, der in der vergangenen Woche einräumte, bei einem ESL-Tournier mit Preisgeldern bis zu 250.000 US-Dollar in Polen Adderall eingenommen zu haben. Das Medikament wird normalerweise bei Minimaler Zerebraler Dysfunktion und Hyperaktivität (ADHD) verabreicht und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Weitere Mitglieder seines Teams Cloud9 sollen ebenfalls Adderall genommen haben.

Friesen und seine Mitspieler kommen noch einmal ungeschoren davon. Laut ESL-Sprecherin Anna Rozwandowicz, können man das Medikament jetzt vier Monate nach dem Event nicht mehr nachweisen. Nach der Einführung der Tests, könnten bei zukünftigen Verstößen aber saftige Strafen auf die eSportler zukommen.

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