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Doch steuerfrei Surfen am Arbeitsplatz

Privates Internet-Surfen am Arbeitsplatz soll den Arbeitnehmer nun doch kein Geld kosten. Um die Verbreitung des Internet nicht zu behindern, will die Bundesregierung nach anderen Lösungsmöglichkeiten für das Problem des "geldwerten Vorteils" durch das private Surfen im Büro suchen. Indessen will Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) den Besuchern öffentlicher Bibliotheken den kostenlosen Zugang ins Internet ermöglichen.

Privates Internet-Surfen am Arbeitsplatz soll den Arbeitnehmer nun doch kein Geld kosten. Nach den Worten von Torsten Albig, Sprecher des Bundesfinanzministeriums, will die Bundesregierung nach anderen Lösungsmöglichkeiten für das Problem suchen. Es sei für die Entwicklung des Internet von entscheidender Bedeutung, dass der Umgang mit den neuen Technologien nicht behindert werde. Zwar wäre es "steuersystematisch richtig", dass die bereits für private Telefonate am Arbeitsplatz geltenden Regeln auch auf das Surfen angewendet und als "geldwerter Vorteil" versteuert werden. Man dürfe dieses Thema nicht allein unter diesem Gesichtspunkt diskutieren.

Das Finanzministerium hatte zunächst bestätigt, dass die private Internet-Nutzung künftig wie Telefonieren am Arbeitsplatz behandelt werden solle. Telefonate oder das Einwählen in das Internet müssten danach aufgezeichnet und versteuert werden. In jedem Bereich solle der Nachweis geführt werden, ob sich der Arbeitnehmer privat oder dienstlich in das Internet eingewählt habe. Der Arbeitgeber könne jedoch auch das private Surfen und Telefonieren verbieten. Dann verlange der Fiskus aber einen Nachweis der Kontrolle.

Indessen will Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) den Besuchern öffentlicher Bibliotheken den kostenlosen Zugang ins Internet ermöglichen. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, sollen mindestens die Hälfte aller 1400 deutschen Leihbüchereien noch in diesem Jahr mit netztauglichen Computern bestückt werden. Zudem müssten sich jeweils zwei Bibliotheksbedienstete in Schulungen darauf vorbereiten, Kinder und Senioren den Umgang mit der Maus zu erklären. Die Kosten des Programms - bundesweit 5,6 Millionen Mark - wolle das Bildungsministerium übernehmen. (PC-WELT, 17.07.2000, dpa/ sp)

Steuern fürs Surfen am Arbeitsplatz? (PC-WELT Online, 14.7.2000)

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