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Handytarif eingestellt

Besonders ängstliche Eltern können in den USA - wie auch hierzulande - spezielle Handyverträge buchen, mit denen sie den Aufenthaltsort ihrer Kinder jederzeit überwachen können. Allzu groß scheint das Interesse jedoch nicht zu sein, der erste Anbieter stellt seinen Tarif zum Jahresende ein.

Eltern in den USA trauen ihren Kindern offenbar mehr Selbständigkeit zu, als so mancher Netzbetreiber - wie auch hierzulande glaubten diverse Anbieter, mit Überwachungsfunktionen für das Handy eine Marktlücke entdeckt zu haben. Da der Bedarf an solchen Services scheinbar sehr gering ist, stellt der MVNO Disney Mobile seinen Tarif zum 31. Dezember 2007 wieder ein.

Auch in Deutschland verkaufen verschiedene Anbieter Handys mit Ortungsfunktion, entweder per GPS oder über das Mobilfunknetz. Dabei appellieren sie an besorgte Eltern, die ihren Kindern ein Stück Sicherheit mit auf den Weg geben wollen. Doch wie in den USA ist die Resonanz auf die Angebote äußerst schwach.

So hat Tchibo kürzlich angekündigt, das i-Kids-Handy der Björn-Steiger-Stiftung ab 1. Oktober wieder aus dem Angebot zu entfernen und auch das LG Migo ist längst nicht mehr erhältlich - zu gering waren für den koreanischen Hersteller die verkauften Stückzahlen, um die Produktion fortzuführen.

Andere Anbieter wie Toggo Mobile oder Kandy Mobile machen jedoch weiter. Offen bleibt die Frage, ob die eigenen Sprößlinge mit solchen "Nichtskönnern" herumlaufen wollen, mit denen sie zudem rund um die Uhr schutzlos den wachsamen Augen ihrer Eltern ausgeliefert sind, während das Nachbarkind ein schickes Mobiltelefon bekommt, mit dem es Musik hören oder Fotos und Videos aufnehmen kann.

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