256629

Luxus-Label steigt ins Handygeschäft ein

Das Modelabel Dior steigt in den Markt für Mobiltelefone ein. Technische Einzelheiten des neuen Handys sind nicht bekannt, dafür aber der Preis: 3.500 Euro oder 5.000 US-Dollar zahlt die Modeliebhaberin für das Handy. Im ersten Jahr sollen mindestens 10.000 Stück verkauft werden. Der Haken: Zunächst erscheint das Dior-Handy nur in Russland und China.

Der französische Hersteller von Luxusgütern, Christian Dior SA, steigt ins Mobilfunkgeschäft ein. Wer sich mit einem Handy von der Stange nicht zufrieden geben möchte und 3.500 Euro zuviel auf dem Bankkonto liegen hat, kann sich für das stylische Klapphandy entscheiden. Vor allem die weibliche Zielgruppe wird sich von dem Telefon in den Farben Rosa, Rot und Silber angesprochen fühlen. Hierzulande müssen sich Fashion Victims aber in Geduld üben: Das Wall Street Journal berichtet, Dior werde sein Handy zunächst nur in Russland und China verkaufen.

Rechtfertigt die Exklusivität den hohen Preis? Das Handy wird nämlich nicht von Dior gefertigt sondern vom französischen Auftragsproduzenten ModeLabs, der bereits für andere Luxusmarken wie TAG Heuer, Hummer und Levis tätig wurde. ModeLabs investierte mehrere Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Handys. Dior-CEO Sidney Toledano erwartet, im ersten Jahr zumindest 10.000 Stück zu verkaufen und langfristig einen Umsatz von 200 Millionen Euro damit zu erzielen.

Bei einem Gesamtumsatz von rund 787 Millionen Euro im vergangenen Jahr sind das hohe Erwartungen. Allerdings erzielten Motorola und Dolce & Gabbana mit der Gold Edition des RAZR V3 einen Umsatz von ebenfalls 200 Millionen Euro, schreibt das Wall Street Journal.

Auch andere Modelabels haben in den letzten Jahren mit Herstellern aus der Handybranche zusammen gearbeitet. Im Januar 2007 präsentierten Prada und LG Electronics gemeinsam das KE850 Prada-Phone, ein halbes Jahr später kündigte Levis seine Handykollektion an. Im September gaben Samsung und das Modehaus Armani ihre Kooperation bekannt und stellten das SGH-P520 Armani-Phone vor. Ebenso wie nahezu jeder Lebensmittelanbieter inzwischen SIM-Karten eines Discounters verkauft, hat auch die Modewelt das Potenzial der Handybranche erkannt und hofft in dem Markt, neue Einnahme zu erschließen. Das nötige Kleingeld ist bei der Zielgruppe zumindest reichlich vorhanden.

powered by AreaMobile

0 Kommentare zu diesem Artikel
256629