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Digitalrecorder ändern Sehverhalten

Das Jahr des TimeShiftens hat begonnen: Fachleute waren sich auf einer Tagung in München kürzlich einig darüber, dass das zeitversetzte Fernsehen eine der wichtigsten Nutzungsarten von Digitalrecordern ist. Werbeblöcke werden bei der Wiedergabe gern übersprungen - aber längst nicht alle. Das Sehverhalten der Zuschauer ändert sich, und damit auch die Art der Werbebotschaften, die uns künftig ins Haus stehen.

Unter so manchem Weihnachtsbaum dürfte dieses Jahr ein Digitalrekorder gestanden haben: "Camcorder und DVD-Recorder gehörten zu den Rennern des Weihnachtsgeschäfts mit technischen Konsumgütern" meldete das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK schon nach den ersten beiden Adventswochen.

Und im Gegensatz zum guten alten Bandrekorder, von dem selbst technisch Gewiefte auf Partys gerne eingestehen, dass sie ihn nicht wirklich programmieren könnten, scheint die digitale Variante das Fernsehverhalten der Zuschauer tatsächlich deutlich zu verändern. Das zeigen jedenfalls Erfahrungen in Ländern wie den USA, wo die Geräte schon länger im Einsatz sind.

Während ein Zuschauer mit dem herkömmlichen Videorecorder nur etwa drei Prozent seiner Fernsehzeit mit dem Anschauen aufgezeichneter Fernsehsendungen verbringt, sind es mit einem Digitalgerät etwa 45 Prozent, berichtete Heinrich Haase vom englischen Digitalrecorder-Produzenten Pace während der Münchner Fachtagung "Personal Video Recorder Outlook Germany 2005" im Dezember in München.

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